27. 05. 2012
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FDP scheitert mit Antrag zum Thema Amt für Kinderinteressen
Das Haus des Jugendrechts soll bereits in Kürze in die Immobilie am Salierring 2 einziehen. Nach mehr als einjähriger Vorbereitung sollen dort verschiedene Dienststellen von Stadt, Polizei und Initiativen unter einem Dach jugendlichen Gewalt- und Intensivtätern neue Perspektiven eröffnen, wie Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein am heutigen Dienstag auf der Sitzung des Jugendhilfeausschusses nochmals betonte. Dass in den oberen Etagen des derzeit leerstehenden Hochhauses auch die Abteilung Amt für Kinderinteressen des Kölner Jugendamtes einziehen soll, stößt allerdings nicht überall auf Gegenliebe. So hatte sich bereits bei der letzten Sitzung des Ausschusses im März vor allem vonseiten der FDP-Fraktion Widerstand geregt. "Wir halten den Umzug des Amtes für Kinderinteressen nach wie vor für bedenklich. Das Haus des Jugendrechts ist bereits positiv besetzt", erläuterte Sylvia Laufenberg von den Liberalen den Antrag.
In ihrer Begründung erläuterte Jugenddezernentin Klein die Gründe für den Umzug. Zwar war von einem positiven Imagetransfer nur noch am Rande die Rede. Die Entscheidung über den Umzug der Abteilung an den neuen Standort bezeichnete Klein als "Geschäft der laufenden Verwaltung". "Wenn sie zukünftig bei jeder Standortentscheidung der Verwaltung eingreifen, werden sie viel zu tun haben", so die Beigeordnete. Als "legitim" bezeichnete hingegen Stefan Peil von den Grünen den Antrag der Liberalen. "Der Zusammenhang von Räumlichkeit und pädagogischem Ansatz ist nachvollziehbar. Insofern ist der Antrag legitim", erklärte der Kölner Grünen-Vorsitzende und Sachkundige Einwohner im Jugendhilfeausschuss. Allerdings wolle seine Fraktion dem Ansinnen der Liberalen nicht folgen. Auch von der CDU kam eine ablehnende Haltung. "Das kein inhaltliches, sondern eher ein organisatorisches Problem", beschrieb der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Helge Schlieben die Problemlage. Da die Abteilung eher weniger Publikumsverkehr habe, werde seine Fraktion die Entscheidung mittragen. Als problematisch bezeichnete Gregor Stiels die Standortentscheidung. Er müsse nun einen weiteren Standort ansteuern, um seine Ansprechpartner in der Stadtverwaltung persönlich zu kontaktieren. "Das sind keine kurzen Wege mehr für uns", so der sachkundige Bürger, der für die CDU im Ausschuss sitzt.

























