27. 05. 2012
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Gestaltungsbündnis nimmt Kürzungen bei der Freien Szene zurück
Etwas mehr als eine Million Euro soll im Rahmen der derzeitigen Haushaltsberatungen der Stadt zugunsten der Freien Kulturszene umgeschichtet werden. Das gab am heutigen Dienstag die Ratsfraktion der Grünen bekannt. "Der von der Verwaltung errechnete Kürzungsbedarf von etwas mehr als einer Million Euro hätte für die Kulturförderung der Freien Szene einer Kürzung von rund einem Fünftel entsprochen. "Unverhältnismäßig" meint die kulturpolitische Sprecherin der Kölner Grünen im Stadtrat, Brigitta von Bülow. Diesen Kürzungsvorschlag hatte das Kernbündnis nahezu komplett kassiert. Die Szene ist nach Meinung der Grünen "ohnehin völlig unterfinanziert".
"Die Freie Kulturszene arbeitet teilweise unter extremen Arbeitsbedingungen und mit schlechter oder ohne Bezahlung. Außerdem werden überwiegend von der Freien Szene viele Drittmittel nach Köln geholt. Dies vervielfacht die Euros, die wir dort einsetzen", begründete von Bülow die Entscheidung ihrer Fraktion. Stattdessen sollen die städtischen Bühnen ab dem Haushaltsjahr 2011 eine Kürzung von 2,5 Prozent ihres üblichen Ansatzes zur Konsolidierung des Kölner Haushalts beitragen, hieß es dazu weiter. Auch diese Quote wurde von den beiden Mehrheitsfraktionen als "durchaus moderat" bezeichnet. Umgesetzt werden soll dieser Kürzungsvorschlag durch "noch sparsamere Mittelverwendung", so von Bülow abschließend.
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