27. 05. 2012
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Gewerbesteuereinnahmen folgt weiter dem Trend
Die Gewerbesteuereinnahmen liegen weiterhin im Rahmen der Erwartungen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Berechnungen der städtischen Kämmerei, die am heutigen Montag im Finanzausschuss als Verwaltungsmitteilung vorgelegt werden wird. Trotz der derzeit positiven konjunkturellen Lage bleibt eine deutliche Erhöhung des Steueraufkommens vorerst aus. Auch im Vorjahr hatte es im Februar eine leichte Stagnation im Vergleich zum Vormonat gegeben, wie der Blick auf die Zeitreihen der Kämmerei zeigt. Dabei liegt das Volumen der Vorauszahlungen mit 683,5 Millionen Euro bereits bei 91,13 Prozent des Haushaltsplanansatzes. Mit einem Volumen von 50,2 Millionen Euro bei den Nachforderungen erreicht dieser Wert nur ein Niveau von 18,97 Prozent. Trotz der verhalten positiven Entwicklung im Wintermonat Februar warnt die Kämmerei vor allzu viel Optimismus. "Das Anordnungssoll hinsichtlich der Vorauszahlungen hat sich zwar im Vergleich zum Vorjahresendwert bereits erhöht, liegt aber noch deutlich unter dem Teilansatz", hieß es in der Verwaltungsmitteilung.
Plus beim Produzierenden Gewerbe – Finanzdienstleister zahlen weniger
Der Blick auf die Branchenverteilung zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat nahezu alle Branchen mehr Gewerbesteuer zahlen bzw. das Anordnungssoll der Gewerbesteuer über dem Vorjahresstand liegt. Weiterhin an der Spitze liegt die Branche der Versicherer. Mit 144,53 Anordnungssoll bei den Vorauszahlungen liegt der Anteil der Versicherungsbranche am Gesamtaufkommen bei 21,15 Prozent. Deutlicher im Plus liegen die Betriebe des Produzierenden Gewerbes. Sie weisen ein Anordnungssoll in Höhe von 91,07 Millionen Euro auf, rund 18,5 Millionen Euro mehr als im Februar 2010. Der Anteil am Gesamtvolumen des Anordnungssoll stieg folgerichtig von 11,31 auf nun 13,32 Prozent an. Auch alle anderen Branchen liegen in absoluten Zahlen über dem vergleichbaren Wert des Vorauszahlungsolls. Einzige Ausnahme sind die Finanzdienstleister. Mit 100,76 Millionen Euro Anordnungssoll liegt die Branche um fast elf Millionen unter dem Vorjahreswert. Der Anteil am gesamten Gewerbesteueraufkommen sank von 17,37 auf 14,74 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit 2007. Den größten prozentualen Anstieg verzeichnete in den vergangenen vier Jahren die Branche Information & Kommunikation. Betrug der Anteil dieser Branche im Jahr 2007 noch 1,95 Prozent (19,54 Millionen Euro), erhöht sich dieser Anteil auf inzwischen über vier Prozent (27,69 Millionen Euro), teilte die Kämmerei abschließend mit.

























