27. 05. 2012
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Integrationsrat will Öffentlichkeitsarbeit ausbauen
Hintergrund: Nach einem Besuch Kelteks auf der Einkaufsstraße im Kölner
Stadtteil Mülheim war der Vorsitzende des Integrationsrates eigenen
Worten zufolge begeistert von der Integrationsarbeit vor Ort.
Allerdings gebe es auch nach wie vor Fälle von Diskriminierung und
genau darauf will Keltek in einer solchen Pressekonferenz aufmerksam
machen. Die Kommunalpolitikerinnen und –politiker in der
Ausländervertretung wiesen jedoch darauf hin, dass für zukünftige Fälle
ein Antrag gar nicht notwendig sei. Grundsätzlich werde man jedoch –
und das galt für alle stimmberechtigten Fraktionen – Anliegen ähnlicher
Ausrichtung in jedem Fall unterstützen.
Imagevideo stößt auf Kritik
Obwohl das filmische Werk, mit dem der Integrationsrat die derzeitige
Kampagne für das kommunale Wahlrecht für Menschen aus Nicht-EU-Staaten
unterstützen will, gar nicht gezeigt wurde. Es gab erste kritische
Stimmen. Ilhan Uzun, gewähltes Mitglied des Gremium für die Liste LB,
zeigte sich mit dem Ergebnis wenig zufrieden. „So einen Film kann man
besser machen. Das gilt sowohl für den Vorgang an sich wie auch für den
Inhalt“, so die deutlichen Worte. Angesichts ohnehin äußerst knapper
Mittel, über die der Integrationsrat verfügt, wollte Uzun das Ergebnis
nicht akzeptieren. Der Film sei vor allem Ausdruck eines persönlichen
Wahlkampfes einzelner Mitglieder des Gremiums. „Das muss ich
entschieden zurückweisen“, verteidigte Keltek sein Erscheinen in dem
Wahlspot. Auch andere Mitglieder des Gremiums wiesen die Kritik Uzuns
scharf zurück.
Zudem, so ergab eine Antwort einer entsprechenden
Anfrage, kostete die Produktion des Wahlspots lediglich 2132,50 Euro.
Das Budget in Höhe von 8500 Euro, die dem Integrationsrat pro
Haushaltsjahr zur Verfügung stehen, wurde allerdings mit dieser Ausgabe
fast komplett verausgabt. Und der Hauptvorwurf Uzuns, erst spät über
das Prozedere informiert worden zu sein, wies auch die Verwaltung mit
ihrer Antwort zurück. So fiel der Beschluss, einen solchen Wahlspot
drehen zu wollen, auf der Sitzung am 19. November. Insofern wusste auch
die Kritiker, dass ein solcher Spot auf dem Weg ist.

























