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27. 05. 2012
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Keine "Kölner Platte" vor dem Kulturzentrum am Neumarkt


25.11.2008 23:00 von:

Schlagwörter: Kulturzentrum,Kölner Platte,Bodenbelag,Museumsbauten,Kulturausschuss

Nicht zum ersten Mal monierten Kulturpolitiker von SPD, CDU und FDP das triste Einerlei der so genannten „Kölner Platte“, einem aus Betonplatten der Größe 30 mal 30 Zentimeter bestehenden Bodenbelag. Schon an anderen Stellen der Stadt ist dieses „ästethische Ärgernis“ sichtbar. Nun hatte der Verkehrsausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen auch die Fläche zwischen Cäcilienstraße und Basaltplateau zum neuen Museum hin mit eben jener „Kölner Platte“ aus grauem Beton zu bepflastern. „Ich bin überrascht und sehr enttäuscht. Es wundert mich, dass wir diese Chance verpassen, wir fangen wieder mit dem gleichen Mist an“, erboste sich der Fraktionsvize der CDU Karl Klipper. Auch die Vorsitzende des Unterausschusses Elfi Scho-Antwerpes konnte der nun beschlossenen Lösung nicht Positives abgewinnen. „Wir gingen immer davon aus, dass eine höherwertige Bepflasterung an den Kosten scheitert. Wir haben hier ein neues Kleinod und die Kölner Platte sieht richtig schäbig aus“, erklärte die SPD-Bürgermeisterin weiter.

Bodenbelag als Frage der Stadtgestaltung

Dabei hatte der Verkehrsausschuss gute Gründe, wie Stadtraummanagerin Caroline Wagner meinte. Für sie ist die Fläche zwischen dem Treppenaufgang und der Straßenfront kein eigener Platz, der ein Abweichen von einer einheitlichen Oberflächengestaltung rechtfertigt. Unterstützung findet die Expertin zudem durch die jüngst vorgestellten Anregungen aus dem Masterplan Innenstadt. Die hatten am Beispiel Ringe kritisiert, dass dort viel zu häufig die Bepflasterung wechselt. Boulevards in Weltstädten sehen anders aus, so das Argument der Stadtplaner vom Planungsbüro Albert Speer & Partner (AS&P). Dass eine höherwertige Bepflasterung selbstverständlich auch teurer wird, bestätigte der Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft Engelbert Rummel. Nur wurde das im Verkehrsausschuss nicht als Hauptargument genannt und genau das empfand nicht nur Bürgermeisterin Scho als „Täuschung“. Allerdings wolle man diesen Punkt in der kommenden Sitzung des Kulturausschusses noch mal thematisieren. Und der Trend scheint eher in Richtung höherwertige Bepflasterung zu gehen, wie die gestrige Debatte verdeutlichte.

Lob für Entwurf des Cäciliengartens


Auf einstimmiges Lob stieß hingegen der vorgelegte Entwurf für ein weiteres Kleinod im Umfeld des neuen Museumsgebäudes. Auf einer barrierefrei zugänglichen Ebene sollen vier symetrisch angeordnete Beete in der Mitte von Holzbänken und Eibenhecken eingefasst werden. Aus Richtung Cäcilienkloster gebe es zwei Zugänge und eben jene Rampe. Der Ort soll zum Verweilen einladen und gleichzeitig die Erholungssuchenden vom Straßenlärm abschirmen. „Im Gegensatz zum vorherigen Vorschlag ist dieser Entwurf gelungen und wohltuend“, lobte Scho. CDU-Vize Klipper konnte es auch bei diesem Punkt nicht unterlassen, nach der Qualität des geplanten Betonbelages zu fragen. „Schlicht, aber schön“ werde der sein, angedacht sei aber ein höherwertiger Betonstein, versicherte Wagner. Die Kosten in Höhe von 175.000 Euro sollen erst nach Ende der Hochbauarbeiten spätestens ab Frühjahr kommenden Jahres anfallen. Zu den geschätzten Baukosten in Höhe von 150.000 Euro für die Gartenanlage kommen 25.000 Euro Honorare für Ingenieurleistungen, hieß es abschließend in der Vorlage.







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