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27. 05. 2012
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Kita Drachenfelsstraße: Lösung zeichnet sich ab


15.11.2011 15:41 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Sülz,Köln-Klettenberg,2011,November,Betriebsausschuss,Gebäudewirtschaf

Vor einigen Wochen brach eine Erzieherin beim Gang durch die integrative Kindertagesstätte in der Drachenfelsstraße im Kölner Stadtteil Klettenberg mit ihrem Fuß in den Boden eines Flurs ein. Der vermeintlich kleine Materialfehler stellte sich allerdings im Zuge weiterer Ermittlungen als derart schwerwiegend heraus, dass der 48 Jahre alte Holzbau wohl nicht mehr zu retten ist. Nun stellte der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, in der gestrigen Sitzung des Betriebsausschusses eine neue Lösung in Aussicht. Die bisher in der Einrichtung betreuten Kinder könnten in einer Ersatzanlage unterkommen, die auf dem Hof einer Schule an der Mommenstraße aufgestellt werden soll. Schon bald wolle man Gespräche mit den Eltern führen und für den Vorschlag werben, hieß es dazu weiter.

Nach der Schließung der Kita mitten im Klettenberger Wohngebiet hatte es lautstarke Proteste der betroffenen Eltern gegeben. Es sei unzumutbar, den Kindern und ihren Eltern lange Fahrtwege aufzuzwingen. Die Schäden an der hölzernen Bausubstanz des Funktionsbau aus den 1960er Jahren seien jedoch derart schwerwiegend, dass ein Weiterbetrieb nicht machbar erschien. Das bestätigte auch Rummel in seinen gestrigen Ausführungen aufs Neue. Wasser sei inzwischen auch in die Unterkonstruktion des Kita-Gebäudes eingedrungen und habe die tragenden Balken nachhaltig beschädigt. Auf dem Areal in Klettenberg will die Stadt nach dem Abriss der Einrichtung eine größere Kita mit sechs statt bisher vier Zügen errichten. Weil dort auch alter Baumbestand vorhanden ist, sei die Aufstellung einer Ersatzanlage an dieser Stelle nicht möglich. Auch aus Gründen des Baulärms wäre die ersatzweise Unterbringung zwar ortsnah, aber trotzdem keine gute Lösung.

Die Stadt habe nach den Aussagen des Betriebsleiters bereits Gespräche mit den Eigentümern der Ersatzanlage aufgenommen. Drei solcher Anlagen sind derzeit in Köln aufgebaut, zwei der Anlagen werden demnächst frei, weil die Baumaßnahmen der Gebäudewirtschaft an anderer Stelle inzwischen abgeschlossen und die bisher in den Containern untergebrachten Kinder nun in ihre neuen Kindertagesstätten umziehen können. Neben den Verhandlungen mit den Eigentümern der Ersatzanlage muss die Gebäudewirtschaft zudem bei den Kollegen der Bauaufsicht eine Genehmigung einholen. Das sei ein sehr komplexes Vorhaben, erläuterte Rummel. Es gebe jedoch Hoffnung, dass die ersatzweise Unterbringung in deutlich weniger als den anvisierten fünf Monaten über die Bühne gehen könne. Abschließend räumte Rummel gegenüber dem Ausschuss ein, dass auch er einen solchen Fall noch nicht erlebt habe. So hatte die Stadt erst vor wenigen Jahren Teile des Bodens sanieren lassen. Das Ausmaß der zutage getretenen Schäden habe aber selbst den Leiter des Eigenbetriebs überrascht.

In der anschließenden Diskussion forderte Stefanie Ruffen, Sachkundige Einwohnerin für die FDP-Fraktion, vom Betriebsleiter eine Aussage über den „Kontrollturnus“ städtischer Kita-Bauten. Rummel räumte ein, dass aufgrund der großen Anzahl eine intensive und vor allem jährliche Untersuchung nicht möglich sei. Allerdings gebe es einmal pro Jahr eine „Sichtbegehung“. Dabei werden die Räume jedoch nur auf sichtbare Veränderungen der Bausubstanz hin kontrolliert. Eine intensive Analyse der Tragfähigkeit hingegen könne man nicht leisten. Ältere Holzbauten, wie der in Klettenberg, werden ohnehin nach und nach ersetzt. Waren es vor zehn Jahren noch mehr als 1000 Klassen, die in solchen „Altertümchen“ untergebracht waren, ist die Zahl dank der Neubautätigkeit inzwischen auf rund 550 gesunken, erläuterte Rummel weiter. Für die Eltern der etwa 60 Kinder, darunter 20 mit Behinderungen, dürfte das allerdings nur ein schwacher Trost. Ihr Nachwuchs ist derzeit auf verschiedene Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet verteilt. Während die Kinder ohne Handicaps in benachbarten Kitas betreut werden, müssen die Kinder mit Behinderungen jeden Tag nach Köln-Kalk gefahren werden. Nicht nur Betriebsleiter Rummel wünscht sich hier eine schnelle Lösung.







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