27. 05. 2012
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Köln: 500.000 Euro zusätzlich für Umbau der neuen Brückenmeisterei
Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich damit auf 900.000 Euro,
wie die Verwaltung in ihrer Vorlage bekannt gab. Ein Kostenschätzung
aus dem Februar 2006 stellte einen Sanierungsaufwand von 400.000 Euro
in Aussicht. Die Gebäudewirtschaft wurde mit der Durchführung der
Arbeiten beauftragt, weil die Halle in städtischem Besitz ist, hieß es
dazu weiter. Im Zuge der anschließenden Umbauarbeiten mussten die
Fachleute jedoch feststellen, dass durch jahrelangen Leerstand diverse
Gewerke wie Rohrleitungen, Sanitäreinrichtungen u.a. nicht mehr nutzbar
waren. So kosteten beispielsweise die Arbeiten zur Erneuerung der
gesamten Grundleitungen, Sanitär- und Regenwasserentwässerungsanlagen
knapp über 70.000 Euro, 47.000 Euro mussten für Stromversorgung,
Wasseranschluss sowie Senk- und Hubschächte zusätzlich aufgewendet
werden. Den größten Teil der Mehrkosten (ca. 200.000 Euro) machten
jedoch Honorare für die beauftragten Architektenbüros, des Büros für
Haustechnik sowie die Honorare der Gebäudewirtschaft selbst aus, wie
die Verwaltung mitteilte.
Gegenfinanzierung durch Verzögerungen anderer Baumaßnahmen
Das Geld, dass noch im Haushaltsjahr 2007 verbucht werden muss, wird
durch die nicht in Anspruch genommenen Haushaltsmittel für Bauarbeiten
an der Stützmauer Boltensternstraße / An der Schanz sowie zur Sanierung
der Stadtautobahn (jeweils in Höhe von rund einer viertel Million Euro)
gegenfinanziert. „Das ist eine kritische Vorlage und wir wollten
eigentlich vermeiden, dass sie heute auf die Tagesordnung kommt. Die
Kämmerei hatte uns jedoch vorgegeben, dies in dieser Sitzung
vorzulegen, da mit der Umstellung des kameralen Haushaltes auf das NKF
(Neues Kommunales Finanzmanagement) zum Jahreswechsel die Zeit
drängte“, erklärte Baudezernent Bernd Streitberger die ungewöhnliche
Vorlage. Die Verzögerung erklärte an den eigentlich mit diesen Geldern
vorgesehenen Vorhaben erklärte Gerd Neweling, Leiter des Amtes für
Brücken- und Straßenbau damit, dass sich Arbeiten dort verzögerten.
„Wir sind einfach noch nicht soweit“, so Neweling vor dem Ausschuss.
Mit der Freigabe der Gelder kann der städtische Eigenbetrieb
Gebäudewirtschaft nun die noch offen stehenden Rechnungen von
Eigenbetrieb und Stadt Köln begleichen.
Weil das entsprechende Papier jedoch erst zur Sitzung den
Ausschussmitgliedern als Tischvorlage zugeleitet wurde, schob das
Gremium die Vorlage ohne Votum in den Finanzausschuss. Die nächste
Sitzung dort findet am 28. Januar dieses Jahres statt.

























