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27. 05. 2012
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Köln: Erweiterungsbau des FWG bleibt offen


24.09.2008 22:00 von:


Die Beratungen um den Satzungsbeschluss zum Projekt „Altes Polizeipräsidium“ in der südlichen Altstadt.   Interessant für die ungewöhnlich zahlreichen Gäste dieser Sondersitzung war aber ein anderer Punkt. Das direkt im Süden angrenzende Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) hat ein massives Platzproblem und das schon seit inzwischen einem Jahrzehnt. Doch die anwesenden Mitglieder der Elternpflegschaft konnte auch am heutigen Donnerstag keine guten Nachrichten mit nach Hause nehmen.

Erwartungsgemäß wurde in dieser Angelegenheit keine Entscheidung getroffen. Allerdings erläuterte Baudezernent Bernd Streitberger den Mitgliedern des Ausschusses den derzeitigen Stand der Dinge. Die von den Eltern favorisierte Lösung einer Anmietung von Räumen in den angrenzenden Gebäuden stehe derzeit auf der Kippe. Zwar gab Streitberger keine konkreten Zahlen bekannt, aber es ist absehbar, dass die geforderten Mietpreise samt der Länge der Mietverträge der Stadt einen erheblichen Kostenblock bringen werden. Der Beigeordnete favorisierte daher eine zweite Variante, die im Südwesten den bestehenden Gebäudeflügel verlängert und aufstockt. Möglich ist sogar ein Neubau südlich des Bestandsbaus. Auch aus städtebaulicher Sicht sei dieser Lösungsvorschlag zu begrüßen. Eine dritte Variante, die allerdings noch nicht in trockenen Tüchern ist, wäre der Ankauf des südlich der Schule gelegenen Geländes einer Firma. Die hatte den Wunsch geäußert, sich von ihrem Standort in der südlichen Altstadt zu trennen. „Hier müssen wir noch über die Konditionen zum Kauf des Geländes verhandeln“, erläuterte Streitberger den Stand der Dinge.

„Fürchterlich“, finden Mitglieder der Elternpflegschaft den zweiten Vorschlag, schließlich sei diese Alternative nicht einmal mit dem Denkmalschutz abgesprochen. „Wir fühlen uns hingehalten und alleine gelassen“, so die Klager einer Mutter. Schon heute sei das ursprünglich auf 500 Schülerinnen und Schüler ausgelegte Gymnasium mit rund 1000 überbelegt. Neben dem vierstufigen Klassenbetrieb mit bis zu 35 Schülerinnen und Schülern pro Klasse gibt es seit einiger Zeit auch die Möglichkeit, an der Schule einen internationalen Schulabschluss zu machen. Und vor rund zwei Jahren wurden die ersten Container auf dem Schulhof aufgebaut, inzwischen sind es deren vier. „Wir platzen aus allen Nähten“, so das Urteil der stellvertretenden Vorsitzende der Elternpflegschaft Petra Lüke. Die Situation ist noch aus einem anderen Grund dringlich. Rund 150 Meter von der eigentlichen Schule entfernt, hat die Schule inzwischen übergangsweise neue Unterrichtsräume in der Georgstraße angemietet. Einige Schulklassen müssen ständig zwischen dem Hauptgebäude und der Außenstelle pendeln. An manchen Tagen werden sie in der Außenstelle nur als Gruppe hereingelassen. Kommt jemand zu spät, kann er nicht mehr am Unterricht teilnehmen, beschreibt ein Vater das Manko, von den Gefahren des Straßenverkehrs beim Pendeln mal abgesehen.

Baudezernent Streitberger macht jedoch zum Schluss der Debatte deutlich, dass der Stadtentwicklungsausschuss ohnehin in dieser Angelegenheit nicht federführend sei. Entscheidend sei das Votum des Schulausschusses und der habe bereits eine „ausgewogene Prioritätenliste“. Dem Gegenargument Streitbergers, dass dieses Problem ein „junges“ sei, wollen die Eltern nicht folgen. Schon seit zehn Jahren sei das Raumproblem bekannt. In Kürze wollen die Eltern zu einem „Hearing“ einladen. Dort soll über Lösungsmöglichkeiten und notfalls auch über Protestmaßnahmen diskutiert werden. Eines wurde nach der Sondersitzung aber klar. Die Geduld der Eltern an der FWG-Schule ist begrenzt, schnelles Handeln vor allem aus pädagogischer Sicht notwendig.







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