27. 05. 2012
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Köln: Neues Platzkonzept mit Stimmen des Kernbündnis beschlossen
Während die Christdemokraten sich der Stimme enthielten, votierte die
FDP erneut – wie schon im Wirtschaftsausschuss – gegen das Vorhaben.
Vor allem die Verschärfung der Obergrenzen durch die zwischenzeitlich
tagende Bezirksvertretung Innenstadt stieß bei den Liberalen auf
Unverständnis. „Köln ist eine Stadt der Events. Mit diesem Beschluss
kommen wir zu einer Totberuhigung, die wir nicht wollen“, erklärte
FDP-Ratsherr Dietmar Repgen. „Die Stadt tut gut daran, auch die
Interessen der Anwohner und Geschäftsleute im Umfeld der Plätze zu
berücksichtigen“, entgegnete die sachkundige Bürgerin der SPD-Fraktion
Iris Koppmann.
Oktoberfest, Anleger- und Immobilientage nicht mehr auf dem Neumarkt
Zukünftig gelten auch für Neumarkt und Rudolfplatz Höchstgrenzen bei
der Anzahl der Veranstaltungen. In beiden Fällen sollen es maximal 15
auf beiden Plätzen sein, zuzüglich drei Reservetage. Veranstaltungen
wie das Oktoberfest, die Immobilien- und die Anlegertage wird es aber
nach dem Willen der Ausschussmehrheit zukünftig auf dem Neumarkt nicht
mehr geben. Zuletzt hatte die Bezirksvertretung Innenstadt einstimmig
einer Beschränkung der Obergrenzen zugestimmt, insbesondere mit Blick
auf die Anwohner und Geschäftsleute im direkten Umfeld. Die CDU zeigte
sich erleichtert über den Kompromiss, behält sich aber weitere
Initiativen und Anträge bezüglich Oktoberfest vor. Die drei genannten
Veranstaltungen werden zwar „geopfert“, doch der Kompromiss wird auch
von den Christdemokraten „weitgehend mitgetragen“, wie deren
Fraktionschef Winrich Granitzka ausführte.
Für Grünen-Fraktionschefin
Barbara Moritz haben Veranstaltungen wie das Oktoberfest oder die
Immobilientage hingegen „nichts zu suchen auf dem Neumarkt“. „Gerade
bei den Organisatoren der Immobilientage können wir keine
wirtschaftliche Notsituation erkennen, die die Nutzung des öffentlichen
Raums am Neumarkt gebietet“, führte Moritz aus. „Mehr Qualität, weniger
Masse“, so fasste auch der Ausschussvorsitzende und
SPD-Fraktionsgeschäftsführer Michael Zimmermann den Kompromiss
zusammen. Einzig der Krönungsball der Kölner Schützen, der bislang
immer auf dem Rudolfplatz stattfand, soll auch weiter dort ausgetragen
werden. Das beschloss der Ausschuss mit der Stimmenmehrheit von SPD und
Grünen bei Enthaltung der CDU und Ablehnung der FDP.

























