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27. 05. 2012
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Kölner Schulausschuss beschließt Programm für Mittagsversorgung in Sekundarstufe II


09.06.2008 22:00 von:


Schuldezernentin Dr. Agnes Klein wies gleich zu Beginn der Debatte auf die Komplexität der Materie hin. „Die Verfahren überholen sich. Dies ist die erste Lösung mit kleinem Geld“, erläuterte Klein die Vorlage ihrer Verwaltung. Für 3,286 Millionen Euro schlug die Verwaltung in einem ersten Schritt wurden neun Gymnasien (eines pro Stadtteil) ausgewählt, um mit kurzfristigen Baumaßnahmen zum neuen Schuljahr 2008/2009 bereits die baulichen und Einrichtungsvoraussetzungen für eine angemessene Mittagsbetreuung zu schaffen. Die reinen Baukosten bezifferte die Verwaltung mit 2,261 Millionen Euro, weitere 795.000 Euro sollen für Einrichtungen aufgewendet werden, heißt es in der Vorlage. Die teuerste Ausbaumaßnahme wird dem Gymnasium Alte Wallgasse zuteil. 600.000 Euro an Bau- und weitere 85.000 Euro an Einrichtungsmaßnahmen sollen die Schule für die erste Stufe zum Offenen Ganztag hin ertüchtigen. Weitere vier Schulen sollen für rund 230.000 Euro ebenfalls zum kommenden Schuljahr hin provisorische Einrichtungen erhalten. In der zweiten und dritten Stufe stehen weitere 19 Schulen auf der Agenda.

Umsetzung eines Ratsbeschlusses

Der Schulausschuss setzte damit einen ersten Schritt eines bereits im Dezember vergangenen Jahres gefassten Ratsbeschlusses um. Trotz einstimmiger Zustimmung des Ausschusses fiel die Beurteilung der vorgeschlagenen Maßnahmen durchaus unterschiedlich aus. Zustimmung kam vor allem vonseiten der CDU. Deren jugendpolitischer Sprecher Dr. Helge Schlieben lobte den „vernünftigen Vorschlag“ der Verwaltung. „Wenn das in Köln so weiter geht, kann das sehr gut enden“, fasste Schlieben die Meinung seiner Fraktion zusammen. Deutlich kritischere Töne kamen von der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion Yvonne Gebauer. Sie habe „ein wenig Bauschmerzen“ bei der Vorlage. Während Sabine Ulke von den Grünen auf die mediale Berichterstattung vom gleichen Tage hinwies und die Verwaltung aufforderte, doch dem Ausschuss zuerst die entsprechende Information zukommen zu lassen, warb SPD-Ratsfrau Ulrike Heuer, selbst Leiterin eines Kölner Gymnasiums, um Zustimmung. Eine Verschiebung in den Stadtrat (tagt am 24. Juni) würde bei den betroffenen Schulen kaum Verständnis erzeugen und sei ohnehin „halbherzig“.

Der vor Monatsfrist angekündigte Ganztagsoffensive der nordrhein-westfälischen Landesregierung, mit zusätzlichen 170 Millionen Euro den Offenen Ganztag auch an Gymnasien und Realschulen voranbringen zu wollen, stieß bereits vor Wochen auf kritische Kommentare der Schuldezernentin. Zusammen mit der SPD sei man sich darin einig, dass Köln auch hier benachteiligt werde, auch wenn die jetzt beschlossenen Maßnahmen der ersten Stufe aus der erhöhten Schulpauschale (4,41 Millionen Euro mehr) finanziert werden können. Aber der Rat hatte sich bei seinem Beschluss auf den Ausbau von mehr als einer weiterführenden Schule ausgesprochen. Alle 25 (städtischen) Kölner Gymnasien werde man allerdings nicht für den Offenen Ganztag umbauen können. Klein geht davon aus, dass zwischen sechs und acht Schulen letztlich einen Antrag stellen können. Das Landesprogramm beginnt ohnehin erst ab dem Schuljahr 2009/2010. Aber schon jetzt wolle die Stadt vorsorgen. „Wir müssen jetzt anfangen, damit möglichst viele Schulen an den länderfinanzierten Maßnahmen teilnehmen können“, so Klein. Auch die derzeit durchgeführten Bedarfsumfragen bestätigten die Strategie der Stadtverwaltung. Mehr als die Hälfte aller Kölner Gymnasien kündigten einen entsprechenden Bedarf an, hieß es dazu abschließend.







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