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27. 05. 2012
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Kölns mühsamer Weg zur Internethauptstadt Deutschlands


30.04.2010 13:52 von:

Schlagwörter: Köln,Wirtschaftsausschuss,Liberale,FDP,Reinhard Houben,Gewerbeanmeldung,online,D

Köln soll die Internethauptstadt in Deutschland werden, geht es nach dem Willen der SPD-Fraktion und der Stadtverwaltung. Bereits vor Monaten trat SPD-Vordenker Martin Börschel mit seinem Konzept an die Öffentlichkeit. Vor wenigen Wochen fand dazu im Spanischen Bau des Rathauses sogar ein ganztägiges Barcamp statt, ebenfalls organisiert von den Sozialdemokraten. Doch trotz aller Internet-Euphorie seitens der Kommunalpolitik gibt es noch immer viele Baustellen und Hindernisse, die es beiseite zu räumen gilt. Auf eine dieser Mängel in der Internetstrategie der Stadt Köln hat nun die FDP-Fraktion mit ihre jüngsten Pressemeldung hingewiesen. Während in anderen NRW-Großstädten, unter anderem auch in Düsseldorf, eine Gewerbeanmeldung über das Medium Internet möglich ist, sucht man in der Domstadt nach einer solchen Möglichkeit vergebens. So müssen weiterhin sämtliche Unterlagen, selbst wenn sie in digitaler Form vorliegen, entweder auf dem Postweg oder auch persönlich bei der entsprechenden Dienststelle eingereicht werden. "Wie im letzten Jahrhundert", findet der Kreisvorsitzende der Kölner FDP und Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Reinhard Houben.

"Köln ist eine moderne und weltoffene Stadt und so versucht sich auch die Kölner Stadtverwaltung zu präsentieren", erklärte der Liberale etwas süffisant. So hat die Stadt mit ihrem Vorzeigeprojekt Bürgerhaushalt und den bisherigen zwei Partizipationsrunden für die Haushalte 2008 und 2010 durchaus für bundesweites und sogar internationales Interesse gesorgt. Mehrere Institutionen, darunter auch von einer UN-Organisation, bedachten das Kölner Konzept einer Beteiligung von Bürgern an der städtischen Haushaltsplanung mit Auszeichnungen. Dass inzwischen in Köln immer mehr Dienststellen mit modernen Medien und den Möglichkeiten innovativer Software-Applikationen ihrem Tagesgeschäft nachgehen, wird stets besonders betont. Aber gerade im Bereich der Gewerbeanmeldungen und ihrem eigentlich standardisierten Prozedere leistet sich Köln einen fast peinlichen Fehltritt. Für die antragstellenden Gewerbetreibenden ist die Anmeldung in der Domstadt damit "nervenaufreibender und umständlicher" als in anderen Städten an Rhein und Ruhr, findet Houben.

Der Wirtschaftsausschuss der Stadt Köln hat den Antrag auf seiner gestrigen Sitzung mit kleinen Änderungen einstimmig angenommen.







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