Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





27. 05. 2012
Seite drucken

Kulturausschuss debattiert über Erweiterung des Stadtmuseums


28.04.2008 22:00 von:


Der Kulturausschuss der Stadt Köln debattierte auf seiner heutigen Sondersitzung in eben jedem Stadtmuseum durchaus kontrovers.   Zwar äußerten alle stimmberechtigten Fraktionen ihren Dank für die großzügige Gabe. Auch die Notwendigkeit eines Erweiterungsbaus wurde von keiner der vier Fraktionen in Abrede gestellt. Doch äußerten Grüne und SPD leise aber bestimmte Kritik an. Nicht nachvollziehbar findet das der Vorsitzende des Ausschusses Dr. Lothar-Theodor Lemper. „Bei einer Spende in Höhe von fünf Millionen Euro ist es etwas unangemessen, von unguten Gefühlen zu sprechen“, erklärte auf erste kritische Stimmen.

Dabei sind sich alle Kulturpolitiker im Ausschuss einig, dass sich etwas tun muss am Stadtmuseum. Das derzeit aus Zeughaus und Alter Wache bestehende Gebäudeensemble soll der von Museumsdirektor Dr. Werner Schäfke vorgestellten Konzeption um einen dritten Baukörper erweitert werden. „Das ist ein für die Stadt spannendes Projekt. Das Museum wäre Beispiel und Bühne europäischer Geschichte“, erläuterte Schäfke den anwesenden Kulturpolitikern. Die Debatte um die Zukunft des Stadtmuseums hat, wie so vieles in Köln, auch eine längere Vorgeschichte. Darauf machte Kulturdezernent Prof. Georg Quander in seinen Schilderungen aufmerksam. Immerhin mindestens fünf Jahre gebe es bereits konkrete Gespräche zwischen der Stadt Köln, die seit 2006 auch Eigentümerin des betreffenden Grundstücks an der Burgmauer ist, und der Stiftung. Mehrfach war man demnach einem Kompromiss nahe. Doch dann verzögerte sich das Projekt immer wieder, bis schließlich im April dieses Jahres das Modell der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das werde man nun der Stadt als Geschenk anbieten, wie der vonseiten des Stifterrates hieß.

Bürgermeisterin Angela Spizig bedauerte jedoch, dass die Verwaltung nicht früher verdeutlicht hat, ein Gebäude ohne Wettbewerb ausschreiben zu wollen. Die Ansprüche der Öffentlichkeit sind größer geworden. Dabei verwies Spizig auf die Erfahrungen mit dem geplanten Bau des Jüdischen Museums auf dem Rathausvorplatz. „Dort wollte man zuerst auch nur einen Architektenentwurf haben, besann sich aber dann eines Besseren“, so Spizig. Auch der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Georg Bögner äußerte leise Kritik. „Wir sind weder gegen die Spende noch gegen den Entwurf oder gar den Architekten. Aber die Herangehensweise „So oder gar nicht“ ist bei einem derart starken Eingriff in den Bestand schon denkwürdig“, erklärte Bögner. Schließlich gehe es um die kommunale Planungshoheit und dabei auch die Frage nach einem demokratischen Grundverständnis, das man in Ruhe debattieren sollte. Bögner erwartet nun im Namen seiner Fraktion eine entsprechende Vorlage der Stadtverwaltung, die beschlussfähig ist. Ob sie auch mehrheitsfähig sein wird, wird von weiteren Ausführungen abhängen.

Neben dem geplanten Erweiterungsbau, der sich westlich an die bestehenden Gebäude anschließen soll, wurde am Rande auch über begleitende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen gesprochen. Nach Darstellung Quanders hat der Rat der Stadt Köln für die Sanierung der Alten Wache im Haushalt 2007 eine Million Euro vorgesehen. Im kommenden Doppelhaushalt sieht der Entwurf, der am morgigen Mittwoch in den Rat eingebracht werden soll, weitere 3,5 Millionen Euro für die Sanierung des Zeughauses vor.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse