27. 05. 2012
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Lindenallee am Rheinufer: Baumpflege kostet knapp über 70.000 Euro
Das Wurzelwerk der Straßenbäume sowie deren Kronen hatten sich
ineinander verwachsen und standen somit den Anfang des Jahres
abgeschlossenen Bauarbeiten zum Hochwasserschutz im Weg. In einer
Beschlussvorlage der Verwaltung beziffern die Fachleute des Amtes für
Landschaftspflege und Grünflächen nun die Kosten für die notwendigen
Rückschnittarbeiten. Seit den späten 60er Jahren wurden die Lindenbäume
am Rheinufer mehr und mehr ihrem natürlichen Wachstum überlassen, bis
dahin wurden sie regelmäßig auf die so genannte „Kastenform“
zurückgeschnitten.
Die Schwierigkeit bestand darin, dass die Hochwasser-Spundwände
zwischen die zweireihigen Alleepflanzungen gesetzt werden mussten.
Dabei war der Rückschnitt, um den es im Vorfeld trotz der Notwendigkeit
Diskussionen gab, das „kleinere Übel“. Trotz der Anforderungen sollte
möglich wenig in die Natur eingegriffen werden. Auch aus technischer
Sicht sprach vieles gegen den Rückschnitt. Die zusätzlichen technischen
Vertragsbedingungen und Richtlinien der Baumpflege in der Version des
Jahres 2006 (ZTV-Baumpflege) begründeten die „erheblichen Bedenken“,
wie die Verwaltung einräumte. Einzige Alternative wäre allerdings die
Fällung der Bäume gewesen.
Betroffen von der Maßnahmen sind insgesamt 485 Lindenbäume nördlich der
Hohenzollernbrücke. 343 von ihnen wurden bereits im Zuge der
Baumaßnahmen zurückgeschnitten. 142 Bäume ließ man unverändert, weitere
52 Bäume waren Nachpflanzungen und mussten daher nicht
zurückgeschnitten werden. Um aber dennoch auch ästhetischen
Gesichtspunkten zu entsprechen, wäre auch hier ein Rückschnitt auf das
Kastenformat sinnvoll. Zumal die Kosten für den einmaligen Rückschnitt
bei gerade einmal 3640 Euro liegen, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage
weiter ausführt. Deutlich teurer sind da die 22 Ersatzpflanzungen, die
so genannte „Fehlstellen“ in dem nördlichen Rheinuferabschnitt
beseitigen sollen. Um das einheitliche Erscheinungsbild auch
mittelfristig zu erhalten, schlägt die Verwaltung einen zweijährigen
Kastenschnitt vor. Auf Basis von geschätzten 417 Bäumen würde dies nach
derzeitigen Kostenschätzungen alle zwei Jahre zusätzliche knapp 43.000
Euro kosten. Der einmalige Rückschnitt soie die Ersatzpflanzungen
schlagen mit etwas über 30.000 Euro zu Buche.
Im Bereich südlich der Severinsbrücke bis zum Militärring waren
deutlich weniger Linden von dem Rückschnitt betroffen. Nach Auskunft
der Fachverwaltung gerade einmal 70 von insgesamt 442. Nach Maßgabe der
ZTV-Baumpflege ist es aber „nicht vertretbar“, bereits ausgewachsene
Bäume wieder auf „Kopfform“ zurückzuschneiden. Schließlich müssen die
Bäume ihre Funktion als Straßenbäume möglichst lange und ohne
zusätzliche Beeinträchtigungen erfüllen können, hieß es abschließend.

























