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27. 05. 2012
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Lindenallee am Rheinufer: Baumpflege kostet knapp über 70.000 Euro


10.08.2008 22:00 von:


Das Wurzelwerk der Straßenbäume sowie deren Kronen hatten sich ineinander verwachsen und standen somit den Anfang des Jahres abgeschlossenen Bauarbeiten zum Hochwasserschutz im Weg. In einer Beschlussvorlage der Verwaltung beziffern die Fachleute des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen nun die Kosten für die notwendigen Rückschnittarbeiten. Seit den späten 60er Jahren wurden die Lindenbäume am Rheinufer mehr und mehr ihrem natürlichen Wachstum überlassen, bis dahin wurden sie regelmäßig auf die so genannte „Kastenform“ zurückgeschnitten.

Die Schwierigkeit bestand darin, dass die Hochwasser-Spundwände zwischen die zweireihigen Alleepflanzungen gesetzt werden mussten. Dabei war der Rückschnitt, um den es im Vorfeld trotz der Notwendigkeit Diskussionen gab, das „kleinere Übel“. Trotz der Anforderungen sollte möglich wenig in die Natur eingegriffen werden. Auch aus technischer Sicht sprach vieles gegen den Rückschnitt. Die zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien der Baumpflege in der Version des Jahres 2006 (ZTV-Baumpflege) begründeten die „erheblichen Bedenken“, wie die Verwaltung einräumte. Einzige Alternative wäre allerdings die Fällung der Bäume gewesen.

Betroffen von der Maßnahmen sind insgesamt 485 Lindenbäume nördlich der Hohenzollernbrücke. 343 von ihnen wurden bereits im Zuge der Baumaßnahmen zurückgeschnitten. 142 Bäume ließ man unverändert, weitere 52 Bäume waren Nachpflanzungen und mussten daher nicht zurückgeschnitten werden. Um aber dennoch auch ästhetischen Gesichtspunkten zu entsprechen, wäre auch hier ein Rückschnitt auf das Kastenformat sinnvoll. Zumal die Kosten für den einmaligen Rückschnitt bei gerade einmal 3640 Euro liegen, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage weiter ausführt. Deutlich teurer sind da die 22 Ersatzpflanzungen, die so genannte „Fehlstellen“ in dem nördlichen Rheinuferabschnitt beseitigen sollen. Um das einheitliche Erscheinungsbild auch mittelfristig zu erhalten, schlägt die Verwaltung einen zweijährigen Kastenschnitt vor. Auf Basis von geschätzten 417 Bäumen würde dies nach derzeitigen Kostenschätzungen alle zwei Jahre zusätzliche knapp 43.000 Euro kosten. Der einmalige Rückschnitt soie die Ersatzpflanzungen schlagen mit etwas über 30.000 Euro zu Buche.

Im Bereich südlich der Severinsbrücke bis zum Militärring waren deutlich weniger Linden von dem Rückschnitt betroffen. Nach Auskunft der Fachverwaltung gerade einmal 70 von insgesamt 442. Nach Maßgabe der ZTV-Baumpflege ist es aber „nicht vertretbar“, bereits ausgewachsene Bäume wieder auf „Kopfform“ zurückzuschneiden. Schließlich müssen die Bäume ihre Funktion als Straßenbäume möglichst lange und ohne zusätzliche Beeinträchtigungen erfüllen können, hieß es abschließend.







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