27. 05. 2012
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Neue Zahlen zur Kaskadenüberwachung auf der Zoobrücke
Seit der letzten Messung stellten die Verantwortlichen fest, dass die
Zahl der Raser auf der von Ost nach West führenden Stadtautobahn
deutlich zurückgegangen ist. Zwischen dem 29. Oktober 2007 und dem 30.
April 2008 (Zeitraum: Halbjahr) wurden an den fünf Messstationen
insgesamt rund 9,7 Millionen Messungen vorgenommen. Die Summe der so
genannten Echtfälle lag dabei mit 63.156 deutlich unter einem Prozent.
Der Großteil der festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen lag
mit 60.256 im Bereich der Verwarngelder. 2900 Anzeigen mussten die
Beamten einleiten, in insgesamt 211 Fällen waren die Verstöße so
schwerwiegend, dass ein Fahrverbot ausgesprochen wurde. Verglichen mit
der Situation vor dem Aufstellen der Starenkästen gehen die
Verantwortlichen sogar von einem Rückgang um 99 Prozent aus. Der Leiter
des Ordnungs- und Verkehrsdienstes Ralf Mayer sieht eine deutlich
höhere Disziplin der Verkehrsteilnehmer.
Unfälle auf Gegenfahrbahn gehen zurück
Das sei allerdings nur ein subjektiver Eindruck. Aber auch bei den
Unfallzahlen, die bereits am Tag selbst in der Lokalpresse
veröffentlicht wurde, stellten die Verantwortlichen einen Rückgang im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum fest. Noch verblüffender ist aber ein
weiterer Effekt. Obwohl auf der gleichen Strecke stadtauswärts die
Verkehrsüberwachung gar nicht eingeschaltet war, sank hier die Zahl der
Unfälle in fast gleicher Höhe. Kenntnisse zum Fahrverhalten zwischen
den einzelnen Kontrollpunkten seien Mayer und seinen Kollegen von der
Verkehrsüberwachung allerdings nicht bekannt. Für CDU-Stadtrat Markus
Hock kam dieses Ergebnis überraschend. „Das schont die Kassen“, lobt
Hock. FDP-Ratsfrau will sich ebenso ihr eigenes Bild über die Situation
vor Ort machen und bat die Verwaltung noch einmal über eine Darstellung
des auf der Gegenseite, dass die „Nichtwissenheit“ als mögliches
Argument nun entfällt. Verkehrsexperte Mayer erklärt dieses Phänomen
mit dem „Wirkungskreis“ von Starenkästen. „Offenbar reicht der
Wirkungskreis auch auf die Gegenfahrbahn“, so die Mutmaßung Mayers.

























