27. 05. 2012
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Rollende Spielplätze "Juppi" erhalten Neuzugang
Montag, 4. April 2011, 8 Uhr: Sondersitzung im Ratssaal des Spanischen Baus. Nach kurzer Debatte ließ der Vorsitzende des Gremiums über die einzige Vorlage abstimmen, die auf der Tagesordnung stand. Nachdem in der Vorwoche der Ausschuss die Beschlussvorlage der Verwaltung zur Neuanschaffung eines Lkw samt Umbau zu einem Rollenden Spielplatz eigentlich um einen Sitzungszyklus nach hinten schieben wollte, gab es bei der heutigen Veranstaltung keine Gegenrede mehr. Einstimmig machten die Stadtverordneten des JHA den Weg für die Neuanschaffung eines Lkw samt Umbau zu einem Rollenden Spielplatz frei, die Gesamtkosten belaufen sich nach Darstellung der Stadtverwaltung auf 172.000 Euro. Die Jugendpolitiker von SPD und Grünen begrüßten den Beschluss übereinstimmend.
"Nachsitzen brachte Erfolg", kommentierte der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses (JHA) das Ergebnis der morgendlichen Beratungen. Offenbar konnte die Verwaltung die offenen Fragen zu dieser Vorlage abschließend klären, nur so ist das Ergebnis erklärbar. Die SPD hatte bereits in der vergangenen Woche eine schnelle Entscheidung eingefordert. Wäre der Beschluss in diesem Sitzungszyklus nicht mehr gefällt worden, hätte das Auswirkungen auf die städtischen Angebote in den Sommerferien gehabt, wie Köln Nachrichten berichtete. "Nachdem die Verwaltung nochmals die Dringlichkeit einer schnellen Entscheidung unterstrich, gab es dann doch einen sogar einstimmigen Beschluss. Juppi kann jetzt wie geplant im Sommer auf Tour gehen.", freute sich Heinen nach dem Beschluss.
Veränderungen im Detail
Auch der Grüne Koalitionspartner meldete sich nach der einstimmigen Entscheidung zu Wort. Nachdem die Grünen in der Vorwoche noch Beratungsbedarf vorbrachten, stimmten sie am heutigen Montag doch der Vorlage zu. Verändert und verbessert sei die Vorlage und damit auch aus Sicht der Grünen zustimmungsfähig, hieß es in einer Presseerklärung der Fraktion. So hatte sich die Stadtverwaltung dazu verpflichtet, das Konzept der "Juppis" zu überarbeiten, wie die jugendpolitische Sprecherin der Grünen, Kirsten Jahn, erklärte. "Das neue Konzept kann ich guten Gewissens unterstützen, denn es ist nicht nur der heutigen Zeit angepasst, sondern beinhaltet auch wichtige Ziele, die wir vertreten", so die Grünen-Vertreterin. So soll nun unter anderem ein etwas kleineres Fahrzeug angeschafft werden, das zukünftig flexibler eingesetzt werden kann. Auch bei der Wahl der Standorte soll es eine Optimierung entsprechend der Bedarfe aus der Sozialraumanalyse geben, um so noch mehr Kinder und Jugendliche mit den Angeboten erreichen zu können. Wäre das in der vergangenen Woche entsprechend erläutert worden, hätte man sich die Sondersitzung sparen können, so Jahn abschließend.
Eigener Auskunft zufolge erreichen die Rollenden Spielplätze "Juppi" pro Jahr rund 30.000 Kinder und Jugendliche mit ihren Angeboten. Regelmäßig fahren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Juppi und jeder Menge Spielsachen Standorte in Stadtteilen mit besonderem Förderbedarf an. In den Ferien gibt es die Angebote der Juppis eine (Oster- und Herbstferien) bzw. zwei Wochen am Stück. Je nach Wetterlage kamen in der Vergangenheit bis zu 300 Kinder und Jugendliche pro Tag zu den mobilen Spielplätzen im Kölner Stadtgebiet. Nach der Ablehnung in der vergangenen Woche hatte sich auch die Kölner Stadtschulpflegschaft positiv zum Spieleangebot geäußert.

























