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27. 05. 2012
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Rot-Grün fordert grundsätzlichen Verzicht auf Anforderungsampeln


22.04.2010 18:49 von:

Schlagwörter: Köln,Anforderungsampel,Rot-Grün,Verkehrsausschuss,Antrag,Abkehr,Kreisverkehr

Sie sind ein Ärgernis. Mehr als die Hälfte der Fußgängerampeln haben zwar einen Anforderungs-Button. Der aber hat keinen Einfluss und dienst lediglich der Beruhigung von ungeduldigen Verkehrsteilnehmern. Nachdem die Grünen verschiedene Ampelschaltungen entlang der Rheinuferstraße zum Anlass nahmen, diese Thematik bereits im vergangenen Jahr kritisch anzusprechen, gibt es nun offenbar auch aufseiten der SPD ausreichend Befürworter für einen grundsätzlichen Abschied von der Anforderungsampel. Bei diesen Lichtsignalanlagen bestimmt der Fußgänger durch das Drücken der Aufforderungstaste die Umlaufzeiten. Einziger Nachteil: In den wenigsten Ampeln in Köln ist tatsächlich auch die aufwändige und damit teure Technik montiert. In einem gemeinsamen Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage hat sich das Gestaltungsbündnis nun auf die grundsätzliche Abkehr von solchen Anlagen geeinigt. Einzige Ausnahme: Fußgänger und Radfahrer bekommen unmittelbar Grün, hieß es in dem Antrag zur letzten Sitzung im Verkehrsausschuss.

"Wir haben darüber lange Diskussionen geführt", bekannte SPD-Ratsfrau Susanna do Santos Hermann in der politischen Debatte. Den Sozialdemokraten gehe es vor allem um die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. So soll fortan grundsätzlich der Radverkehr in den gleichen Grünphasen laufen wie der parallel dazu führende Autoverkehr. Grünen-Verkehrsexpertin Bettina Tull forderte darüber hinaus aber noch weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. So müsse grundsätzlich auf allen Straßen im Innenstadtbereich eine Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h herrschen. Tull bezog sich bei ihrer Forderung auf die Ausfallstraße Oberländer Ufer nördlich der Altstadt, wo noch immer Tempo 70 gelte

Die Vorlage wurde jedoch auf Wunsch der CDU um eine Runde verschoben. Man habe da Beratungsbedarf, obwohl die Christdemokraten in Teilen der Vorlage Übereinstimmungen zur eigenen Position sehe, so der verkehrspolitische Sprecher und frühere Ausschussvorsitzende Karsten Möring. Kritisch wurde auch die geforderte Einrichtung eines Kreisverkehrs und den damit verbundenen Abbau einer kompletten Ampelanlage an der Kreuzung Vogelsanger Straße / Vitalisstraße in Köln-Ehrenfeld gesehen. Hier befinden sich entlang der Vogelsanger Straße innerhalb von nur rund 50 Metern zwei Hauptkreuzungen, einmal zur Vitalisstraße und etwas weiter stadteinwärts mit dem Maarweg / Äußere Kanalstraße. Nach Ansicht der Liberalen bestehe hier die Gefahr eines Rückstaus zur Kreuzung Vogelsanger Straße / Äußere Kanalstraße. Weil vor der kommenden Ratssitzung noch eine weitere Ausschusssitzung vorgesehen sei, schob der Ausschuss die Vorlage in die nächste Runde. Zwischenzeitlich wollen sich die Verkehrspolitiker im Stadtrat noch Anregungen aus den zwischenzeitlich tagenden Bezirksvertretungen holen, hieß es dazu abschließend.







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