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27. 05. 2012
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Rot-Grüne Mehrheit für Kulturförderkonzept


14.12.2010 16:53 von:

Schlagwörter: Köln,Freie Szene,Kultur,Kulturförderung,2010,2011,Finanzausschuss,SPD,Grüne,Antr

Der Finanzausschuss der Stadt Köln hat am gestrigen Montag eine Rücknahme der geplanten Kürzungen in der Kulturförderung der Stadt beschlossen. Mit der Mehrheit der stimmberechtigten Fraktionen sieht der Beschlussvorschlag eine zusätzliche Fördersumme von 75.000 Euro vor. Damit würden die für 2010 ursprünglich anvisierten Kürzungen auf jetzt unter drei Prozent reduziert. In diesem Jahr erhalten die 31 Träger der Freien Szene einen Gesamtzuschuss in Höhe von 3.329.537 Euro. Zuvor hatten die Verantwortlichen den Förderetat für die Freie Szene um fünf Prozent kürzen wollen. Zusammen mit der Förderung von Kulturprojekten beläuft sich die Höhe der Förderung für die freie Kulturszene der Stadt auf insgesamt knapp fünf Millionen Euro, wie das städtische Presseamt am heutigen Dienstag berichtete. Oberbürgermeister Jürgen Roters äußerte sich in einer ersten Stellungnahme zum gestrigen Beschluss hoch erfreut. Einen besonderen Augenmerk habe man dabei auf die Überbrückungshilfe für zwei notleidende Theater geachtet. Das Theater Der Keller (80.000 Euro) und das Artheater (40.000 Euro) hatten die zusätzlichen Gelder dringend benötigt, um eine mögliche Schließung des Betriebs abzuwenden. Nun haben die Verantwortlichen der beiden Theater wieder etwas Luft, um durch die Ansprache von Sponsoren und eine entsprechende Spielplangestaltung auch zukünftig das Kulturleben der Stadt bereichern zu können, betonte die Stadt.

Gemeinsamer Antrag von Rot-Grün

Tags zuvor hatten bereits die beiden Koalitionspartner SPD und Grüne den eigenen Antragstext versendet Darin hatte das "Gestaltungsbündnis" die zusätzliche Finanzspritze für die Freie Szene in der Stadt durch Umschichtungen ermöglicht. So sollen die Ansätze in den einzelnen Kultursparten Theater, tanz, Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik, Popkultur und interkulturelle Projekte wieder auf das ursprüngliche Niveau des Jahres 2009 "hochgesetzt". Zur Finanzierung werden rund eine Million Euro aus umgeschichteten Mitteln für die Freie Szene reserviert. Neben der Erhöhung der Finanzhilfen sollen außerdem auch Liquiditätshilfen in Höhe von 42.000 Euro sowie eine "Institutionenförderung" des Berufsverbandes Bildende Kunst BBK auf 65.000 Euro festgesetzt. Mit 45.000 Euro soll zusätzlich ein Stabilitätsfonds ausgelegt werden, der notleidenden Kulturbetrieben, wie zum Beispiel dem Kulturbunker in Mülheim oder der Bühne der Kulturen, kurzfristig unter die Arme greifen soll. Die genaue Mittelverwendung soll im kommenden Jahr in den zuständigen Gremien des Rates beraten werden, hieß es in dem Antragstext. Über die Verwendung weiterer so genannter "disponibler Mittel" soll der Stadtrat ebenfalls im kommenden Jahr entscheiden.







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