27. 05. 2012
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SPD will Lehren aus dem Archiveinsturz ziehen
Die Einsturzkatastrophe nahe des Waidmarktes liegt zwar schon fast drei Monate zurück. Trotzdem sind die Folgen des Unglücks noch lange nicht aufgearbeitet. Dies hat nun die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat mit ihrer aktuellen Anfrage im Kulturausschuss deutlich gemacht. "Der Einsturz des Historischen Archivs stellt nicht nur für uns in Köln einen schmerzlichen Einschnitt dar. Wir haben es mit einem weltweit wahrgenommenen unvergleichlichen Kulturverlust zu tun." begründet Anke Brunn, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, das Nachharken der Sozialdemokraten. Der Kulturausschuss wird sich am 16. Juni mit dieser Angelegenheit befassen. Brunn forderte für ihre Fraktion einen "konstruktiven, positiven, transparenten und in die Zukunft weisenden Umgang mit den Folgen des Unglücks in unserer Stadt", hieß es dazu weiter. Da gebe es nach Meinung der SPD-Kulturpolitikerin erheblichen Handlungsbedarf.
Bislang hatten die Initiativen aus den Reihen der SPD wenig Konkretes gebracht. "Wir sind mit unserem Bemühen, das Bild von Köln beim Umgang mit den Folgen des Unglücks in der Öffentlichkeit voranzubringen, schlichtweg abgetropft" erläuterte Brunn weiter. So hat die SPD-Fraktion unter anderem Verbesserungen bei der Aufnahme und Organisation der Helferinnen und Helfer ausgemacht. Auch die Information der interessierten Öffentlichkeit sei durchaus verbesserungsbedürftig. Außerdem solle die Verwaltung zügig ein Konzept vorlegen, wie sie den Ratsbeschluss vom 26. März mit der Forderung nach einer provisorischen Unterbringung sowie der Einbindung externer Hilfe nachkommen will. "Wir erwarten bis zur Sommerpause eine Prüfung aller in der öffentlichen Diskussion befindlichen Orte für die zukünftige und dauerhafte Unterbringung des Archivs. Hierzu gehört vor allem auch die Prüfung des Wiederaufbaus am bisherigen Ort in der Severinstraße", fasste Brunn das Anliegen ihrer Fraktion zusammen.

























