27. 05. 2012
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Sportausschuss: Nur einer von drei Anträgen kam durch
In einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von CDU, SPD und Grünen soll
der Austausch von Sportlern zwischen Köln und seinen Partnerstädten
verstetigt werden, wie der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion
Wolfgang Bosbach erläuterte. Die Verwaltung wird darin aufgefordert,
bis zur ersten Sitzung des Ausschuss im kommenden Jahr ein Konzept
vorzulegen, wie der Austausch intensiviert werden kann. Die im
laufenden Haushaltsjahr bereit gestellten Haushaltsmittel müssen
allerdings noch in diesem Jahr disponiert werden, wie der Leiter des
Sportamtes Dieter Sanden erklärte. FDP-Stadtrat Manfred Wolf,
Vorsitzender des Sportausschusses lehnte hingegen für seine Fraktion
den Antrag ab. „Das ist ein Misstrauensvotum gegen die Verwaltung, der
Antrag ist zudem überflüssig“, befand Wolf.
Sportplatz in Weiß und Trimm-Dich-Pfade
In einem weiteren Antrag forderte die FDP die Sanierung des
Fußballplatzes des TSV Köln-Weiß. „Wer sich diesen Platz anschaut, wird
anfangen zu grinsen. Wiese an den Seiten, Tennen in der Mitte“,
beschrieb Wolf den Zustand der Außensportanlage. Wolf plädierte dafür
den Platz als reinen Aschenplatz wiederherzustellen. SPD-Ratsherr
Bosbach beantragte jedoch die Verweisung in die Bezirksvertretung
Rodenkirchen. Im Januar wird die Vorlage dann nach den Anregungen der
Bezirksvertreter endgültig entschieden werden. „Das ist ein richtiger
Ansatz und ein goldener Weg“, lobte auch Andreas Köhler von der CDU.
Während der FDP-Antrag damit in eine weitere Beratungsrunde geschoben
wurde, hatte der CDU-Antrag keine Chance auf Mehrheit. In einem zwei
Unterpunkte umfassenden Antrag forderten die Christdemokraten einen
Bestandsplan sowie eine Einschätzung der Fachverwaltung zum
Sanierungsbedarf der zumeist mehr oder weniger maroden Anlagen. Zudem
soll ein Konzept zur Sanierung dieser Außensportanlagen mit
Finanzierungsvorschlägen vorgelegt werden. Bosbach zeigte sich
irritiert, zumal man gemeinsam in der Haushaltskoalition (SPD, Grüne
und CDU) für den Doppelhaushalt 2008/2009 eine gemeinsame Liste von
Ausgabevorschlägen bei der dringend notwendigen Sanierung von
Außensportlagen verabredet hatte. „Trimm-Dich-Pfade sind heute nicht
mehr in. Das Geld für den Sport sollte in Dinge investiert werden, die
angenommen werden“, erwiderte Karin Wiesemann von der SPD-Fraktion.
„Viele Übungen auf solchen Pfaden gelten inzwischen als
gesundheitsschädlich“, ergänzte Thorsten Tücks von der FDP.
Doch auch der Vorschlag, die Sanierung im Antrag zurückzustellen,
konnte den politischen Gegner nicht dazu animieren, einer
Bestandsaufnahme zuzustimmen. Bei getrennter Abstimmung versagte das
Kernbündnis dem Antrag der CDU in beiden Punkten die Zustimmung. Die
Forderung nach einem Training mit integriertem Naturerlebnis ist
allerdings keineswegs so unmodern, wie von den Kritikern des Antrags
vorgebracht. Der Vorsitzende des Stadtsportbundes Volker Staufert
schlug als Kompromiss vor, diesen Gedanken mit einem überarbeiteten
Konzept mit neuen Elementen weiterzuentwickeln. „Das würde für den
Breitensport werben“, so Staufert. So bleiben die in den 70er Jahren
entstandene Trimm-Dich-Pfade weiterhin in ihrem derzeitigen Zustand.

























