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27. 05. 2012
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Sportausschuss verweist Beschlüsse in Haushaltsberatungen


28.04.2008 22:00 von:


Während die von den Christdemokraten angedachte Qualitätsoffensive durch einen Ersetzungsantrag von Rot-Grün nur noch als Anregung in den bevorstehenden Haushaltsplanberatungen einfließen wird, wurde der andere CDU-Antrag mit rot-grüner Mehrheit gegen den Wunsch nach einvernehmlicher Lösung in die Haushaltsplanberatungen verwiesen. Das fand nicht überall Beifall.

Der ursprüngliche Antrag der CDU-Fraktion sah einen Prüfauftrag an die Verwaltung vor. Jeweils 15 Teilnehmer pro Stadtbezirk (insgesamt also 135) sollten demnach zum Übungsleiter C-Fußball (1. Lizenzstufe) ausgebildet werden. „Der Antrag springt unserer Meinung nach zu kurz“, kritisierte der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Wolfgang Bosbach. Dem stellte der sportpolitische Sprecher der CDU Andreas Köhler entgegen, dass die von seiner Fraktion vorgeschlagene Maßnahme auf große Akzeptanz bei den Sportvereinen gestoßen sei. Gerne „übernehme“ man die von SPD und Grünen vorgebrachte Ergänzung, so Köhler weiter. Diese Spitze bezeichnete Bosbach wiederum als „Unverschämtheit“. An solchen populistischen Vorstößen habe sich seine Fraktion bewusst nicht beteiligt, entgegnete der SPD-Politiker. Bosbach rieb sich vor allem an der im Antrag formulierten Forderung, dem Sportausschuss bis zum 21. August dieses Jahres ein entsprechendes Konzept vorzulegen. „Mit unserem Antrag und seiner Einbindung in die Haushaltsberatungen ist unser Antrag weitergehender“, erklärte Bosbach. Trotz eines entsprechenden Vorschlags von Ausschusschef Manfred Wolf (FDP) sah es zunächst nicht nach einem gemeinsamen Beschluss aus. Erst als Köhler sich vom Formulierungsvorschlag seiner Fraktion widerwillig distanzierte, konnte der Änderungsantrag von Rot-Grün den Ausschuss passieren. Er wird nun im Laufe der ab morgen beginnenden Haushaltsplanberatungen für den bevorstehenden Doppelhaushalt debattiert.

Ein ähnliches Schicksal erlitt anschließend der zweite CDU-Antrag der heutigen Sitzung. Darin forderte die CDU-Fraktion die Bildung eines Fonds mit einem Volumen von 100.000 Euro. Daraus sollten noch vor dem offiziellen Haushaltsbeschluss Materiakosten von jeweils maximal 5000 Euro für geringfügige Reparaturarbeiten an den verschiedenen Kölner Sportstätten und Vereinsheimen erfolgen. „Wir halten das für eine sinnvolle Ergänzung“, kommentierte Köhler den Antrag seiner Fraktion. Doch auch hier biss der Christdemokrat auf Granit. SPD-Vertreter Wolfgang Bosbach stellte den Gegenantrag, diesen Vorschlag in die Haushaltsberatungen zu verweisen. Dr. Carl Müller-Platz, der für die CDU als Sachkundiger Einwohner im Sportausschuss sitzt, konnte den Verweis nicht verstehen. „Kleinere Reparaturen werden nicht nur zügiger erledigt. Sie sparen sogar richtig Geld“, argumentierte der amtierende Vorsitzende des in Bonn ansässigen Bundesinstituts für Sportwissenschaft. Den Einwand wollten SPD und Grüne aber nicht gelten lassen. Stattdessen werde sich SPD-Mann Bosbach persönlich dafür einsetzen das mit 900.000 Euro pro Jahr veranschlagte Programm zur Sanierung von Sportanlagen in den Beratungen zu erhöhen. „Das ist eine sehr gute Idee. Der Beschluss nutzt aber nix, weil er ohnehin im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden werden muss“, ergänzte Bettina Tull von den Grünen. Bosbach plädierte schließlich für eine „seriöse Lösung“. „Man kann nur zusätzliches Geld ausgeben, wenn man es gegenfinanzieren kann“, so das abschließende Urteil der Sozialdemokraten. Mit den Stimmen von Rot-Grün wurde der Verweisungsantrag schließlich beschlossen.







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