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27. 05. 2012
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Stadt setzt Grünkonzept am Kalscheurer Weiher um


23.04.2010 07:55 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Zollstock,Kalscheurer Weiher,Grünpflege,Ausschuss,Kritik,Vorsitzende

Am Kalscheurer Weiher sind in den ersten Wochen dieses Jahres umfassende Grünpflegearbeiten durchgeführt worden. Sie waren auch am gestrigen Donnerstag Thema in der aktuellen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Grün. In der mündlichen Fragerunde hatte die Vorsitzende des Ratsgremiums, die Grünen-Politikerin Dr. Sabine Müller, dieses Thema auf die Agenda gesetzt. Ihre Sorge galt neben dem Schutz brütender Vögel auch der Aufgabe von Kommunalpolitik, die Bedenken aus der Bevölkerung der Fachverwaltung vorzutragen. "Vielleicht wäre es besser gewesen, diese Arbeiten in zwei Stufen vorzunehmen", gab Müller zu bedenken. Sämtliche Baumfällungen seien außerhalb der Brutperiode vorgenommen worden, entgegnete Dr. Joachim Bauer vom Kölner Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Tatsächlich habe man mit dem massiven Eingriff in den Grünbestand ein bereits etwas älteres Konzept aus den 1990er Jahren umgesetzt. Darin stand, dass die historischen Sichtachsen in dem unter Ex-OB Konrad Adenauer in den 1920er Jahren entstandenen Parkensemble mit Wasserfläche, Wegen am Rand sowie einzelnen Erdhügel, die als Aussichtsplattform fungierten.

Die Stadt begleite dabei die Sanierungsarbeiten der Kölner Grünstiftung, die parallel zu den von der Stadt durchgeführten Arbeiten eine Sanierung der Uferzonen an diesem Weiher vornehmen lässt. Die dortigen Bauarbeiten sind derweil noch nicht abgeschlossen. Außerdem habe man sich in einer der vergangenen Sitzungen der Bezirksvertretung Rodenkirchen den Eingriff in die Landschaft legitimieren lassen. Gemeinsam arbeite man derzeit nicht nur in diesem Gebiet an einer grundsätzlichen Überarbeitung eines Konzepts. Vier bis fünf Bäume mussten jedoch noch im März rund um den Weiher entfernt werden, aus Verkehrssicherungsgründen, wie Bauer bestätigte. Dass auch die Stadtverwaltung selbst eine breite öffentliche Diskussion führen will, begrüßte auch Grünen-Politikerin Müller. Dass es dabei aber möglicherweise doch zu einer Grundsatzdebatte kommen kann, machte Bauer aufgrund der geäußerten Kritik deutlich. "Wir müssen uns letztlich entschieden, was uns wichtiger ist: Denkmal- oder Umweltschutz", so der Verwaltungsfachmann abschließend.







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