27. 05. 2012
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Stadt will 490 neue Parkautomaten erwerben
2,2 Millionen Euro soll die Stadt in den kommenden vier Haushaltsjahren für die Beschaffung von 490 neuen Parkscheinautomaten ausgeben dürfen. Der entsprechenden Beschlussvorlage hat der Verkehrsausschuss auf seiner gestrigen Sitzung einstimmig zugestimmt. Gleich zu Beginn jedoch merkte SPD-Ratsfrau Susana dos Santos Herrmann an, dass ihre Fraktion "ein Problem mit den Investitionskosten habe". Doch der Vorschlag ihrer Fraktion, die Investitionen nur für das Jahr 2010 durchzuwinken. Die geplanten Kosten für die drei Folgejahre sollte nach dem Willen des Seniorpartners in der Kölner Gestaltungskoalition in die Haushaltsplanberatungen verschoben und danach möglicherweise in den jeweiligen Haushaltsberatungen genehmigt werden. Die entstehenden Kosten in diesem Jahr beziehen sich auf die Beschaffung und den Einbau zerstörter oder nicht mehr betriebsbereiter Geräte. Im Kölner Stadtraum stehen zur Bewirtschaftung des Parkraums insgesamt rund 1700 Automaten. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Parkscheinautomaten beträgt nach Angaben von Klaus Harzendorf, Leiter des Kölner Amtes für Straßen und Verkehrstechnik rund 15 Jahre. "Das bedeutet, dass wir alleine aufgrund der Lebensdauer einen Bedarf von mehr als 100 Parkscheinautomaten pro Jahr haben", erklärte der zuständige Amtsleiter. Hinzu kommen, wenn auch mit stark abnehmender Tendenz notwendige Ersatzbeschaffungen aufgrund von Vandalismus oder Automatenaufbrüchen. So wird alleine der Bedarf für Ersatzteile in diesem Jahr auf 190.000 Euro eingeschätzt, weitere 50.000 Euro kommen durch die notwendigen Betriebsprogramme. Die Stadt plant dabei nach Angaben des Amtsleiters eine neue Software auf Basis einer Datenfernübertragung einzuführen. Das würde die Ausfallzeiten wesentlich reduzieren.
Die Summer der Wenigererträge aufgrund defekter Parkscheinautomaten werde alleine in diesem Jahr mit rund 180.000 Euro zu Buche schlagen. Würde der Stadtrat dem Investitionsvorschlag der Verwaltung folgen, entstünden in den Folgejahren schnell steigende Mehraufwendungen. Ab dem Haushaltsjahr 2012 beziffert die Verwaltung den Mehrertrag aufgrund der reduzierten Ausfallzeiten auf 383.000 Euro. Die in diesem Jahr auftretende Ausfallzeit aller städtischen Parkscheinautomaten beträgt demnach geschätzte fünf Prozent. Pro Jahr nahm die Stadt insgesamt etwas mehr als 14 Millionen Euro aus der Bewirtschaftung des Parkraums ein. Neben den Automaten, die mehr als drei Millionen Euro einbringen, kommen noch die so genannten "Knöllchen" sowie Erträge aus Anwohner- und sonstigen Parkausweisen hinzu. "Wir versuchen, in die Beschaffung etwas mehr Kontinuität hineinzubringen. Das ist ein Beitrag zur Konsolidierung des Haushaltes", warb Harzendorf. Mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen an bestehenden Parkautomaten sowie der Beschaffung neuerer einbruchssicherer Parkautomaten konnte die Stadt diese Zahl bereits deutlich reduzieren. Das zeigt die deutliche Zunahme dieses Einnahmepostens. Im Jahr zuvor war der Gesamtertrag aus der Bewirtschaftung des öffentlichen Parkraums durch die Stadt um rund zwei Millionen Euro geringer. Die Argumentation überzeugte schließlich auch die Skeptiker in der SPD-Fraktion. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen wurde der Antrag dann ohne Gegenstimme beschlossen.
Die Vertriebswege Geldkarte und Handyticket spielen in der Gesamtkalkulation nur eine untergeordnete Rolle. Während die Umsätze aus der Bewirtschaftung über Geldkarte seit Jahren bei konstanten zwei Prozent am Gesamterlös liegen, hat sich das Handyticket mit einem Umsatzanteil von inzwischen vier Prozent deutlich positiver entwickelt. Und die Zahlen in diesem Segment steigen, wie Harzendorf abschließend berichtete.
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