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27. 05. 2012
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Stadtrat beschließt Workshopverfahren für Breslauer Platz


10.04.2008 22:00 von:


Lediglich die FDP hatte gegen das Ansinnen gestimmt.   Dabei plädierten die Vertreter der drei Antragsteller trotz angedeuteter inhaltlicher Differenzen für ein solches Verfahren. Die Anforderungen an eine städtebaulich ansehnliche Lösung sind dabei beträchtlich. Der Breslauer Platz, dort vorgesehen unter anderem ein Busbahnhof, soll zum einen das Kunibertsviertel im Norden näher an den Bahnhof heranrücken, zum zweiten muss er einen nicht unerheblichen Teil der täglich rund 200.000 bis 250.000 Bahnreisenden weiterleiten und drittens muss er bei allen verkehrlichen Problemen auch noch fünf bis sechs Meter Höhenunterschied überwinden. Keine einfache Aufgabe also.

Neue Ideen für eine verbesserte Planung

Die nun favorisierte Lösung mit einer an den Bahnhof heranreichenden Blockrandbebauung (der ausdrückliche Favorit des Stadtentwicklungsdezernenten) steht ganz im Zeichen der „Restaurierung des alten Stadtgrundrisses“, wie die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Grünen Barbara Moritz erklärte. „Hier muss man was finden, was städtebaulich adäquat ist. Wir brauchen mehr Ideenreichtum“, ergänzte der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Karl Klipper. Und SPD-Stadtentwicklungsexpertin Dr. Eva Bürgermeister forderte, die zukünftige Gestaltung für verschiedene Nutzungsvarianten offen zu halten und dabei die Wegebeziehungen mit Verkehrs- und Stadtplanern gemeinsam zu erarbeiten. Kleinster gemeinsamer Nenner ist hierbei ein so genanntes Werkstattverfahren, dass die unterschiedlichen Fachplaner an einen Tisch bringen soll. Am Ende soll eine Fachjury zu einem eindeutigen Ergebnis kommen, auf dessen Grundlage man die weiteren Planungen durchführen könne, forderte Klipper, der am gestrigen Donnerstag seinen Geburtstag beging.

DFB-Fußballmuseum sorgt für frischen Wind

Bewegung in die Beratungen und Diskussionen brachte in den vergangenen Wochen die Ankündigung des Deutschen Fußball-Bundes, am Standort Breslauer Platz ein Fußball-Museum errichten zu wollen. Doch der so erzeugte „Wind“ kam nicht nur aus einer Richtung. Während SPD und CDU die Initiative des DFB als „große Chance“ begrüßten, ärgerte sich Grünen-Fraktionschefin Moritz auf der gestrigen Sitzung über die Vorgehensweise des DFB. „Ich hab mich geärgert über die Bestimmtheit des DFB. Köln darf durchaus selbstbewusst sein, ein DFB-Museum muss sich ins Stadtgefüge einpassen“, erklärte Moritz. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck betrachtet hingegen das ganze Vorgehen kritisch. „Der Workshop greift zu kurz“, so sein Fazit. Stattdessen machte Sterck auf einen Antrag seiner Fraktion aus dem Jahre 2006 aufmerksam, in dem er einen Wettbewerb nach strengen Regeln forderte. „Es kann nicht sein, dass die Gewinner des letzten Wettbewerbs nun mit der Organisation eines Workshops betreut werden, obwohl andere Planer schon damals zukunftsweisende Entwürfe vorbrachten. Die Stadt steht vor den Scherben ihrer eigenen Planung“, so die Kritik Stercks. Allerdings habe die Debatte um das DFB-Museum in der Tat für Bewegung gesorgt, so die Hoffnung des FDP-Politikers.

Befürchtungen, dass sich die Stadt allzu leicht auf die Forderungen des DFB einlässt, konterte Baudezernent Bernd Streitberger mit dem Hinweis. „Wenn es nach dem DFB ginge, stünde auf dem Breslauer Platz zukünftig ein goldener Fußballschuh. Auch die Tieferlegung der Rheinuferstraße ist ein schöner Traum, aber wir müssen nun Entscheidungen treffen“, erklärte Streitberger den Ausschussmitgliedern. Im Gegensatz zu einigen Kommunalpolitikerin sieht Streitberger allerdings großen Termindruck. Mit dem nun beschlossenen Workshopverfahren soll die Planung „zügig und qualitätsvoll“ durchgeführt werden. Denn ab dem 1. Januar soll auf dem Breslauer Platz gebaut werden, so das Ziel Streitbergers.







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