27. 05. 2012
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Stadtverwaltung empfiehlt beleuchtete Laufstrecke im Kölner Westen
in Köln fehlte es bislang an einer beleuchteten Laufstrecke. Geht es nach der Kölner Fachverwaltung soll die Laufstrecke nun im Zuge der Stadtwalderweiterung im Kölner Westen eingerichtet werden. Diese Empfehlung wird der Kölner Sportausschuss am heutigen Dienstag auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr beraten. In der entsprechenden Mitteilung kommt die Fachverwaltung nach einer Machbarkeitsuntersuchung zu der Empfehlung, nur einen Standort für eine beleuchtete öffentliche Laufstrecke zu empfehlen. Und bei der Analyse der beiden Standorte selbst – neben dem linkrheinischen Stadtwald wurde auch die Einrichtung einer solchen Strecke im Gebiet der rechtsrheinischen Poller Wiesen untersucht – den rechtsrheinischen Standort zu favorisieren. Beide Standorte wurden auf die Kosten der Varianten Neuerrichtung bzw. Ausbau bestehender Laufstrecken hin untersucht. Zu Beginn der Analyse standen sogar sechs Standorte für eine solche Laufstrecke zur Auswahl. Aber vor der eigentlichen Variantenanalyse einigten sich die Beteiligten auf zwei Alternativstandorte.
Die Kosten für die insgesamt vier Alternativen stellen sich dabei durchaus unterschiedlich dar. Der Ausbau der Laufstrecke Poller Wiesen mit den dazu notwendigen Baukosten wird in dem vorliegenden Entwurf mit Gesamtkosten in Höhe von 903.825 Euro veranschlagt und ist damit die günstigste Variante. Die Neuerrichtung einer Laufstrecke in diesem Gebiet schlagen allerdings mit über 1,2 Millionen Euro zu Buche. Etwas kostenträchtiger würde sich der Ausbau einer beleuchteten Laufstrecke darstellen. Hier liegen die vorläufigen Kostenkalkulationen der Fachverwaltung bei rund 933.000 Euro. Die Neuerrichtung einer Laufstrecke im Stadtwald soll rund 1,05 Millionen Euro kosten. In den Kosten sind die Kosten für Abräumarbeiten, den Ausbau von Sanitäranlagen, Leitungsumlegungen, Parkplätzen, Baunebenkosten und der eventuellen Beseitigung von Altlasten allerdings nicht eingerechnet. Pro Quadratmeter liegt der Nettopreis der Baukosten im Stadtwald mit über 42 Euro zwar deutlich über den 30 Euro pro Quadratmeter beim Ausbau der Strecke Poller Wiesen. Dort gingen die Verantwortlichen allerdings davon aus, dass für die Einrichtung einer solchen Strecke keine Kosten für Grundstücksankäufe anfallen. Dieses Risiko scheint beim favorisierten Standort im Kölner Westen ausgeschlossen.
Bürgerhaushalt gab den Anstoß
Mit der Machbarkeitsstudie hat die Stadtverwaltung nun den ersten Teil eines Vorschlags aus dem ersten Bürgerhaushalt vorgestellt. Die tatsächliche Umsetzung obliegt nun der Entscheidung der zuständigen Fachgremien im Stadtrat, in diesem Fall der Sportausschuss. Zwar stehen auch der Ausschuss für Umwelt und Grün sowie die Bezirksvertretung Lindenthal auf dem Deckblatt der Beschlussvorlage, allerdings erhalten sie das Abstimmungsergebnis lediglich als Mitteilung der Verwaltung. Für die Studie stellte der "alte Stadtrat" in seinem Beschluss zum Bürgerhaushalt 25.000 Euro bereit, ein Landschaftsarchitekt wurde mit der Durchführung der Studie beauftragt. Zwar stellte der damalige Sportausschuss in seiner letzten Sitzung am 7. September 2009 nochmals 50.000 Euro für Planungskosten bereit. Weitere Finanzmittel stehen derzeit nicht bereit, schreibt die Fachverwaltung in ihrer Vorlage.. Und doch darf sich die Läufergemeinde Hoffnungen machen. Aus Kreisen der Wirtschaft gebe es eine Bereitschaft, das Projekt mit Sponsoringgeldern zu unterstützen. Zudem stehen nach Mitteilung des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen Mittel aus dem Bürgerhaushalt zur Wegeerneuerung im Bereich der westlichen Laufstreckenvariante zur Verfügung, hieß es in dem Beschlussdokument.
Als Alternative empfiehlt die Stadtverwaltung den Ausbau der Strecke an den Poller Wiesen. Die ist zwar nach den Ergebnissen der vorläufigen Kostenschätzung um rund 30.000 Euro günstiger. Allerdings wäre hier der notwendige Sponsoringanteil deutlich größer, weil weitere Mittel aus dem Bürgerhaushalt für die Wegeerneuerung hier nicht bereit stünden, deutete die Vorlage an. Nun müssen die Politiker entscheiden. Interessant: Die Bezirksvertretungen Porz und Innenstadt, die sicher für einen Ausbau auf "ihrer" Rheinseite gestimmt und damit den Verwaltungsvorschlag verneint hätten, stehen nicht auf der Abfolge. Allerdings ist der Sportausschuss das Beschlussorgan, in die anderen Gremien wird die heutige Entscheidung, so sie denn fällt, lediglich als Verwaltungsmitteilung eingebracht. Die Entscheidung im Sportausschuss dürfte damit für die gesamte Laufgemeinde in Köln von Interesse sein. Ob und wann die neue Laufstrecke fertig gestellt wird, dürfte dann Gegenstand der Haushaltsberatungen und Sponsorengespräche werden.

























