27. 05. 2012
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Treppenhäuser an der Südbrücke sollen nicht saniert werden
Eigentlich hatte der Leiter des Amtes für Stadtbahn und Brückenbau, Gerd Neweling, beim Tagesordnungspunkt 5.4. der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses eine positive Nachricht im Gepäck. Die veranschlagten Summen für die beiden vorgestellten Alternativen für die Erneuerung von Zwischendecken in den beiden linksrheinischen Treppenaufgängen zur Südbrücke lägen demnach nicht bei rund 400.000, sondern nur bei rund 300.000 Euro. Doch das war auch schon die einzige positive Nachricht, die es zu dieser Vorlage gab. Den Anfang machte Susana dos Santos Herrmann. "Wir können das nicht mittragen. Die Bahn erfüllt ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht. Sie hat uns eben nicht rechtzeitig informiert", begründete die SPD-Ratsfrau die ablehnende Haltung ihrer Fraktion. Ungeteilte Unterstützung erhielt die Sozialdemokratin dabei von den Grünen und der FDP. "Wir können uns das nicht leisten", erklärte Bettina Tull die Position der Grünen. "Ich betrachte dieses Bauwerk als Angstraum", ergänzte FDP-Verkehrsexpertin Christtraut Kirchmeyer. Die Abstimmung war dagegen eindeutig. Der Änderungsantrag der SPD wurde einstimmig angenommen.
Tatsächlich gehört das Vertragswerk zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Köln zu den Hinterlassenschaften aus längst vergangenen Zeiten. "Die Bahn sagt, was zu tun ist, die Stadt muss es umsetzen", brachte es dos Santos Herrmann auf den Punkt. Doch auch wenn der Rat die weiteren Planungen nun erst einmal auf Eis legt, sind die Probleme nicht gelöst. Zunächst muss sichergestellt sein, dass die Baustelle sicher abgeschlossen wird, um Unbefugten keinen Zugang zu gewähren. Danach müsse man mit der Bahn in Verhandlungen treten. Und zum Dritten gehören beide Treppenaufgänge zur Liste der Kölner Baudenkmäler. So sieht Baudezernent Bernd Streitberger die "Entscheidung zum Weitermachen" nur als verschoben an. Amtsleiter Neweling machte darauf aufmerksam, dass die Stadt bereits Steuergelder in das Bauwerk investiert habe. Für den Vorsitzenden des Ausschusses, Manfred Waddey (Grüne), liegt die Sache jedoch klar. "Die Außenaufgänge sind beliebter als die Treppentürme".

























