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27. 05. 2012
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Vier Dringlichkeitsanträge für ein schöneres Köln


24.05.2011 02:00 von:

Schlagwörter: Köln,Finanzausschuss,2011,Mai,Beschluss,Dringlichkeitsantrag,Blumenbeet,Brunnen,

Eigentlich gab es in der heutigen Sitzung des Finanzausschusses wenig Konkretes. Die jüngsten Entwicklungen zur voraussichtlichen Steuerentwicklung, die in der vergangenen Woche nach einer ersten Modellrechnung der Stadt Köln 65 Millionen Euro zusätzlich in die Kasse spülen sollen, lagen als Verwaltungsvorlage noch nicht vor. Ebenso fehlten Angaben für die aktuelle Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen. Und auch ein anderes Politikum, das im vergangenen Jahr für heftige Debatten sorgte, war am heutigen Montag wieder Thema, die Kulturförderabgabe. Die fünfprozentige Sondersteuer auf Übernachtungsdienstleistungen ist derzeit Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. So lange, wie darüber keine Entscheidung auf Bundesebene gesprochen wurde, liegt die Erhebung der Steuer und damit die eigentliche Steuereinnahme auf Eis. Doch die erwarteten Einnahmen, statt ursprünglich sieben Millionen nur noch 1,2 Millionen Euro, wurden am heutigen Montag auch für den Rest verplant. Während SPD und Grüne ihre Anträge als Konkretisierung früherer Beschlüsse bezeichneten, äußerte sich die bürgerliche Opposition kritisch.

"Wir haben bereits in den Haushaltsplanberatungen für den Doppelhaushalt eine Reihe von Vorschlägen auf dem Tisch, die mit den Einnahmen der Kulturförderabgabe finanziert werden sollen. Nun wollen wir das Vorhaben zeitnah umsetzen", erläuterte der Fraktionsgeschäftsführer der Grünen, Jörg Frank.. "Wir haben damals konkretisierende Anträge angekündigt. Die liegen nun vor", bestätigte SPD-Fraktionschef Martin Börschel, zugleich Vorsitzender im Kölner Finanzausschuss. Für die bürgerliche Opposition hingegen waren die vier Dringlichkeitsanträge Anlass für Skepsis. "Voraussetzung war das Geld aus der Kulturförderabgabe, wie es eingeht. Doch die Einnahme ist noch nicht da", erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Karl Klipper. Die Liberalen im Stadtrat wurden noch deutlicher. "Die Kulturförderabgabe ist ein ungedeckter Scheck und der ist geplatzt", so FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite mit Hinweis auf die ausstehenden Urteile. Stadtdirektor Guido Kahlen erläuterte, dass die Einnahmen aus der "Bettensteuer" bereits "etadisiert" sind, eigentlich habe man gehofft, bereits Mitte dieses Jahres eine Stellungnahme des OVG in Händen zu halten, um notfalls reagieren zu können. Das habe sich verzögert, obwohl das Prozedere sogar mit dem Hotel- und Gaststättenverband abgestimmt war.

Kulturelle Bildung, Stadtverschönerung und blühende Beete – nur wenige stimmten dagegen

650.000 Euro für eine lebenswertere und weltoffene Stadt

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In ihren Anträgen geht es um rund eine Viertel Million Euro, die aus dem damaligen Haushaltsbeschluss in diese Bereiche fließen sollten. Der größte Teil davon wird dabei den Stadtbezirken und damit den Bezirksvertretungen vor Ort an die Hand gegeben. Pro Stadtbezirk sind dies 100.000 Euro, macht zusammen 900.000 Euro. Am heutigen Montag kamen nochmals rund 250.000 Euro hinzu, 190.000 Euro für Brunnen, 60.000 Euro für zusätzliche Maßnahmen an Stadtbeeten. Jeweils 200.000 Euro will der Stadtrat zusätzlich für interkulturelle Projekte ("Kulturdolmetscher", "Menschen ohne Papiere" und Förderung Freier Träger der Wohlfahrtspflege) und für mehr kulturelle Bildung im Offenen Ganztag der Grund- und Förderschulen. Hier hatte es erst in der vergangenen Woche eine Debatte um den Ausbau der Platzkapazitäten gegeben, auf einer Sondersitzung des Schulausschusses und der darauf folgenden Aussprache im Jugendhilfeausschuss hatten vor allem die Grünen gefordert, mehr Geld für die Verbesserung der Qualität bereit zu stellen. Doch dieser wie auch die beiden Vorstöße zur Stadtverschönerung wurden einstimmig beschlossen. Lediglich bei der Förderung interkultureller Aktivitäten hoben CDU und "pro Köln" den Arm gegen diesen Beschluss. Die Verteilung der Gelder für die interkulturellen Zentren ging jedoch einstimmig durch, auch die als rechtsextrem eingestufte Formation "pro Köln" stimmte für diese Verwaltungsvorlage.







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