27. 05. 2012
Seite drucken
Vorbereitungen für Beweissicherung laufen auf vollen Touren
Die Arbeiten zur Böschungsabsicherung und Voraussetzungen für den Bau eines so genannten Beweissicherungsbauwerks sollen noch in dieser Woche abgeschlossen sein. Das erklärte der zuständige Projektleiter Dr.-Ing. Jörg Holzhäuser von der S & P GmbH bestätigte. Lediglich an der südlichen und südwestlichen Kante der Baugrube müsse noch gearbeitet werden. Weil man auch mit der Vergabe der Bauleistungen für dieses Vorhaben im Zeitplan liege, könnten bereits in der ersten Maiwoche die Arbeiten für dieses Bauwerk beginnen. Ab Anfang Juli könnte dann auch mit der Bergung der restlichen im Grundwasser vermuteten Archivalien begonnen werden. Bei diesem Arbeitsschritt erläuterte die Leiterin des Historischen Archiv, Dr. Bettina Schmidt-Czaia, das weitere Vorgehen. Wie kurz nach dem Einsturz müssen insbesondere das "Spülen" und die anschließende Schmutzentfernung zeitlich eng aufeinander abgestimmt sein. "Verbinden sich Papier und Schmutz, haben wir kaum noch Möglichkeit das zu trennen", so die Archivleiterin, die noch in diesem Monat ihr neues Domizil in Form eines Elektronischen Lesesaal im Erdgeschoss des Handwerkskammergebäudes am Heumarkt beziehen wird.
Die Bauarbeiten an den Haltestellen der Nord-Süd-Stadtbahn gehen derweil ihren gewohnten und geplanten Gang, wie der KVB-Vorstandssprecher Jürgen Fenske auf der heutigen Sitzung ausführte. Nachdem Anfang März unter großer öffentlicher Anteilnahme die Zwischendecke des Haltestellenbauwerks am Heumarkt fertig gestellt wurde, sind nun die Rohbauarbeiten der ersten Baustufe dieses Verkehrsgroßprojekt weitgehend abgeschlossen. Inzwischen beginnen, wie zum Beispiel am Chlodwigplatz oder auf dem Breslauer Platz bereits die Oberflächen-Arbeiten. Direkt vor dem Nordeingang zum Hauptbahnhof soll bereits im Spätsommer mit dem Ausbau des unterirdischen Haltestellenbauwerks begonnen werden. Bei dieser Baustufe werden die Fahrtreppen, Gleis-, und Signalanlagen installiert. Im Rahmen der zweiten Baustufe werden derzeit Aushubarbeiten getätigt, die unter den Grundwasserspiegel reichen. Wann genau die Betonsohle gegossen werden kann, wurde nicht erwähnt. Wohl aber, dass man für die Bauüberwachung sogar einen ausgebildeten "Bauüberwachungstaucher" einsetzt. Die seit Februar angeordneten so genannten "Ankerüberwachungen" , die die Stabilität der Verankerungen im Erdreich ermitteln sollen, zeigten indes bislang keine Auffälligkeiten, so Fenske abschließend.

























