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27. 05. 2012
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Vorerst keine Ersatzbeschaffung für "Juppi"


31.03.2011 13:40 von:

Schlagwörter: Köln,Jugendhilfeausschuss,2011,März,JHA,Beschlussvorlage,Ersatzbeschaffung,Juppi

Der Jugendhilfeausschuss hat auf seiner gestrigen Sitzung eine Vorlage in die nächste Sitzungsrunde verschoben. Dabei ging es um die Neuanschaffung eines insgesamt 172.000 Euro teuren LKW, der zu einem Rollenden Spielplatz umgebaut wird. Das im Amt für Kinderinteresse angesiedelten Angebots der offenen Jugendhilfe erreicht pro Jahr rund 30.000 Kinder mit seinen Spiel-, Bewegungs- und Kreativangeboten. Die "Juppis" haben derzeit zwei Lkw und einen Transporter im Bestand. Allerdings sind die Lkw nur noch bedingt einsatzbereit, schließlich ist der älteste bereits über 30 Jahre alt. Auch Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein warb für die Neuanschaffung. Allerdings war die Mehrheit im Ausschuss dieser Meinung nicht und verschob die Vorlage um einen Sitzungszyklus nach hinten. Nun soll über die Investition in die offene Jugendarbeit im Mai dieses Jahres neu beraten werden.

SPD und Verwaltung ziehen an einem Strang

"Ich hoffe noch auf eine schnelle politische Lösung, die sicherstellt, dass der neue LKW wie geplant umgebaut im Sommer "auf Tour" gehen kann. Die Finanzierung des neuen Spielmobils ist gesichert. Es wäre mehr als ärgerlich, wenn das wertvolle Angebot jetzt eingeschränkt wird und viele Kinder vor allem in den Sommerferien "in die Röhre gucken", erklärte der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat Dr. Ralf Heinen, zugleich Vorsitzender des JHA. Tatsächlich bietet das städtische Angebot eine Fülle von Freizeitaktivitäten, insbesondere in Stadtteilen mit besonderem Förderbedarf. Bislang gab es das Juppi-Angebot in den Schulferien wochenweise und täglich, bisweilen an zwei Standorten links und rechts des Rheins. Während in Oster- und Herbstferien eine Woche "Juppi-Spaß" in die Stadtbezirke ging, waren es in den zurückliegenden Sommerferien stets zwei Wochen. Insbesondere bei schönem Wetter tummelten sich an Standorten wie dem Volksgarten pro Tag bis zu 200 Kinder gleichzeitig um den Lkw "Juppi" und seinen kleinen Spieletransporter, das "Juppinchen". Ohne Ersatzbeschaffung ist das bisherige Angebot mit dem vorhandenen Bestand nicht gewährleistet, erklärte die Verwaltung in ihrer Vorlage.

An der Notwendigkeit des Angebots ließ der Ausschussvorsitzende hingegen keine Zweifel. "Die rollenden Spielmobile fahren verschiedene Standorte an und erreichen damit auch Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer sozialen Situation wenig andere kostenpflichtige Angebote wahrnehmen. Mit ihrem breiten Angebotspektrum leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention. Sie bieten nicht nur Bewegungs-, Sport- und Kreativangebote, sondern vermitteln ebenso Lerninhalte oder Antigewaltprojekte und fördern die Integration", stellte Heinen klar.







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