27. 05. 2012
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230 Anrufe pro Tage auf der Behördennummer 115 in der Kölner Region
Vor genau 100 Tagen startete das zweijährige Pilotprojekt der einheitlichen Behördennummer 115. Egal, ob die Zuständigkeit bei Bund, Land oder Kommune liegt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter der neuen Rufnummer schnelle Hilfestellung in Behördenangelegenheiten einholen. Bundesweit haben seit dem Start des Pilotbetriebs rund zehn Millionen Bundesbürger Zugriff auf die entsprechende Hotline. In der Region Köln arbeiten die kreisfreien Städte Köln, Bonn und Leverkusen ebenso mit wie die Umlandgemeinden Frechen, Bergisch-Gladbach sowie die Kreise Rhein-Berg und Rhein-Erft. Auch der Landschaftsverband Rheinland hatte im Frühjahr dieses Jahres die entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit derzeit etwa 230 Anrufen pro Tag bewege man sich im Rahmen der Erwartungen, erklärten die Verantwortlichen des Projekts. Insofern sei der Start und die ersten 100 Tage als Erfolg zu werten, hieß es dazu von offizieller Seite.
Die erzielten Leistungen waren dabei bereits im Mai besser als von den vorher in den Modellregionen vereinbarten Servicelevels vorgesehen. Es konnten 80 Prozent der Anrufe innerhalb von 30 Sekunden angenommen und den Anrufern zum überwiegenden Teil sofort und abschließend geholfen werden. Auch die Auswahl der Fragen, die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 115 stellen, war richtig. Neben Fragen zu Ausweisangelegenheiten, Führerschein, Wohngeld und Standesamt wünschen die Anrufer Informationen zu den Landes- und Bundesleistungen wie Steuern, Rente und Abwrackprämie, teilte die Kölner Stadtverwaltung am heutigen Donnerstag mit. Bereits vor Einführung der 115 beantworteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im städtischen Callcenter unter der Rufnummer 221-0 die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Stadtverwaltung. Mit der 115 wurde der bisherige Service und das dahinter stehende Wissensmanagementsystem weiter ausgebaut. Der Anrufer erhält unter der 115 nicht nur Auskünfte zur Kölner Verwaltung. Der Service bietet auch Informationen zu den Partnerverwaltungen in der Region, den Verwaltungen in allen angeschlossenen Modellregionen, sowie Auskunft zu Fragestellungen, die Leistungen der Landes- oder Bundesbehörden betreffen.
"Die bisherigen Ergebnisse machen deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger den neuen Service sehr gut angenommen und wir mit dem kurzen, kompetenten Draht in die Verwaltung den richtigen Weg gewählt haben", resümiert Stadtdirektor Guido Kahlen. Dass jeder dritte Anruf derzeit von außerhalb unserer Modellregion ankommt, bedeutet nach Meinung des Kölner Stadtdirektors, dass auch dort eine hohe Nachfrage nach diesem innovativen Service besteht. "Unser Ziel muss es sein, weitere Partner auch in der Region zu gewinnen. Nur so können wir gemeinsam effizient und arbeitsteilig auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger reagieren und uns als moderne Verwaltung beweisen. Der Service soll möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern angeboten werden können", forderte Kahlen weiter.
Die Telefonnummer 115 ist von montags bis freitags zwischen 8 Uhr und 18 Uhr erreichbar. Sollte eine Frage nicht sofort beantwortet werden können, wird das Anliegen aufgenommen und soll innerhalb von 24 Stunden per Telefon, Fax oder E-Mail mit einem Rückruf beantwortet werden. Aus dem Festnetz der Deutschen Telekom kostet der Anruf sieben Cent pro Minute. Aus den Mobilfunknetzen fallen in der Regel höhere Minutenpreise an. Bei der einheitlichen Behördenrufnummer D 115 handelt es sich um einen zusätzlichen Service für die Bürgerinnen und Bürger der Region. Die zentrale Telefonnummer des Callcenters bleibt unter der 0221 - 221-0 erreichbar.

























