27. 05. 2012
Seite drucken
540.000 Euro für die Sanierung der Wege im Stadtwald
Wer dieser Tage durch den Lindenthaler Stadtwald fährt, wird an mehrere Stellen riesengroße Hinweisschilder entdecken. Sie weisen auf Sanierungsarbeiten hin, die das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen in diesem Jahr umsetzen wird. Weithin sichtbar sind die Hinweise an der Kreuzung Dürener Straße / Ecke Stadtwaldgürtel. Hier hindert bereits seit Monaten ein Zaun den Zugang in das Naherholungsgebiet Stadtwald. In Kürze werden auch hinter dem neuen Entree umfangreiche Arbeiten erfolgen, die bisweilen Sperrungen einzelner Wege notwendig machen. An einigen wenigen Stellen werden auch alte asphaltierte Oberflächen "entsiegelt", wie der Fachmann das ausdrückt. Statt einer festen Oberfläche wird dort nach Fertigstellung der Baumaßnahme Ende August/Anfang September eine Deckschicht aus "Hagener Dolomit" liegen, ein fein gekörnter Naturstein, der deutlich heller ist als die derzeit vorhandenen Deckschichten. Auf einem kleinen Teilstück zwischen Fürst-Pückler-Straße und Stadtwaldgürtel ist die Beschaffenheit des neuen Bodenbelags bereits zu sehen. Ähnlich soll es zukünftig auch auf dem Großteil der Fuß- und Radwege im Stadtwald aussehen, versprachen die Verantwortlichen.
Insgesamt werden dabei 42.800 Quadratmeter Bodenfläche angefasst, abgetragen und neu aufgeschüttet. An nicht wenigen Stellen müssen die Verantwortlichen auch tiefer graben, dann nämlich, wenn auch die Tragschicht sowie die darüber liegende dynamische Schicht ausgetauscht werden müssen. Bei der Sanierung wird viel Material bewegt. Alleine für die Wegesanierung werden 5500 Tonnen Lava und 3500 Tonnen Brechsand aus Hagen verarbeitet. 14 Wochen sind für die Maßnahme einkalkuliert. Lediglich die Marcel-Proust-Promenade, die wie ein Ring durch den Lindenthaler Stadtwald verläuft, sowie einige noch intakte Nebenwege, bleiben asphaltiert. Die Baumaßnahme Wegesanierung im erweiterten Stadtwald (Kosten: ca. 231.000 Euro) steht hingegen bereits kurz vor dem Abschluss. Ein weiteres Projekt ist die 900 Meter lange Ufersanierung des Adenauer Weihers. Die dort am Uferrand befestigten Eichenholzbalken werden durch 4500 Granitstelen ersetzt. Dieser Bauabschnitt soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Im kommenden Jahr schließt sich dann die Überarbeitung der Uferwege an, hieß es dazu abschließend.
"Wir begrüßen das sehr, auch wenn es auf lange Sicht die teurere Variante ist. Für uns als Bezirksvertretung geht ein Wunschtraum in Erfüllung", erklärte Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker. Die Lindenthaler Stadtteilpolitiker hatten sich bereits früher immer wieder für eine zeitnahe Sanierung der bis zu 50 Jahre alten Wege eingesetzt.

























