27. 05. 2012
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Entschädigung der Eltern nach Kita-Streik läuft an
Es ist rund vier Monate her. Im Frühsommer beherrschte der Streik der Erzieherinnen und Erzieher um eine gesündere Arbeitsumgebung die Medien. Mehrere Wochen mussten Tausende Eltern sich in eigener Verantwortung um die Betreuung ihres Nachwuchses kümmern. Nach mehreren Verhandlungsrunden zwischen den kommunalen Arbeitgebern und den Streikenden wurde Ende Juli dieses Jahres ein Kompromiss erzielt. Beide Seiten hatten zuvor an ihren Zielen festgehalten und damit eine einvernehmliche Lösung durchkreuzt. Vor allem Alleinerziehende waren besonders heftig von dem Arbeitsausstand betroffen, da sie nur in Ausnahmefällen auf Hilfe aus der Familie hoffen konnten. Viele Eltern machten aus der Not eine Tugend und organisierten die Betreuung ihrer Kinder in eigener Verantwortung. Schnell regten danach die politischen Parteien im Stadtrat an, die zu viel gezahlten Beiträge zurück zu erstatten. Nun will die Stadt diesem Wunsch nachkommen.
Konkret erhalten die Eltern einen halben Monatsbeitrag ihres so genannten "Elternbeitrag" rückerstattet. Außerdem soll das Essensgeld für die Dauer des Streiks und die damit verbundenen Ausfalltage an den Kitas erstattet werden, kündigte die Stadtverwaltung am heutigen Mittwoch an. Insgesamt waren die städtischen Kindertagesstätten – mit wenigen Ausnahmen – an 13 Tagen vom Ausstand des städtischen Betreuungspersonals betroffen.
Als Grund für die relativ lange Dauer der Verzögerung gab die Stadt technische Ursachen an. Es mussten im Vorfeld der nun erfolgten Ankündigung erst die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung der Rückerstattung geschaffen werden, hieß es dazu von offizieller Seite. Die Erstattung soll nun aber zügig über die Bühne gehen, spätestens Mitte Dezember dieses Jahres sollen die zu viel gezahlten Beiträge wieder auf die Konten der betroffenen Eltern überwiesen werden. Die Erstattung soll dabei automatisch ablaufen, individuelle Anträge werden dazu nicht benötigt. Im Einzelfall können sich Betroffene aber unter der Telefonnummer. 0221 / 221 - 25647 über ihren Einzelbescheid informieren. Anfragen dieser Art können Sie auch per E-Mail richten an:
streikbescheid@stadt-koeln.de.
Um unnötige Verzögerungen zu vermeiden, bittet die Stadtverwaltung um Geduld. Betroffene Eltern sollten bis zum Zeitpunkt der spätesten Auszahlung von Anrufen bei den zuständigen Dienststellen absehen, hieß es dazu abschließend.

























