27. 05. 2012
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Jobcenter: Protest in der Mittagspause
(ehu) Rund 150 Mitarbeiter des Jobcenters Köln-Süd hatten sich am heutigen Donnerstag in der Mittagspause vor der Arbeitsagentur an der Luxemburger Straße zu einer Protestkundgebung versammelt. Anlass war die drohende Nichtverlängerung von 175 befristeten Arbeitsverträgen in diesem Jahr (koeln-nachrichten berichtete). Dadurch sehen die Arbeitnehmervertreter zum einen die verbleibenden Mitarbeiter einer zunehmenden Arbeitsbelastung ausgesetzt. Zum anderen befürchten sie eine schlechtere Betreuung der Hilfsbedürftigen. Derzeit, so ist zu hören, kann schon eine Bargeld-Auszahlung bis zu einer Woche dauern.
Peter Meyer, Sekretär der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Köln, forderte eine Übernahme aller befristeten Arbeitsverträge in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Insgesamt sind von den derzeit rund 1200 beschäftigten 225 nur befristet angestellt. 159 von ihnen wurde inzwischen eine Verlängerung angeboten. Meyer warf den Trägern des Jobcenters – Agentur für Arbeit und Stadt Köln – vor, bei der Gründung der Zusammenarbeit zu Jahresbeginn keine langfristigen Personal- und Organisationskonzepte erarbeitet zu haben. Wenn die Personaldecke gekürzt werde, sei der soziale Frieden in Köln gefährdet.
Eine Verlängerung befristeter Arbeitsverträge scheitert vor allem deshalb, weil nach einem Ministeriumserlass nur noch 15 Prozent der Personalkosten des Jobcenters übernehmen darf. Bislang zahlte sie rund die Hälfte.

























