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27. 05. 2012
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Jugendverwaltung setzt sich beim Jugendschutz durch


18.05.2009 22:57 von:

Schlagwörter: Köln,Jugendschutz,Jugendliche,Zutritt,UFS,2009,Lanxessarena,Verhandlungen,Jugend

Bereits in der vergangenen Woche hatte Kölns Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein ihre Meinung zur bevorstehenden Ultimate Fighting-Veranstaltung des US-Organisators UFC in der Kölner Lanxessarena deutlich gemacht. Sie sieht eine Gefährdung des Jugendschutzes, wenn Minderjährige zu der Veranstaltung zugelassen werden . In einem zweistündigen Gespräch am heutigen Montag konnten sich beide Seiten auf einen Kompromiss einigen, der der Position der Stadtverwaltung weitgehend entgegen kommt. "Auf Wunsch des Jugendamtes der Stadt Köln wird die Lanxess-Arena eine Altersbeschränkung ab 18 Jahre für die UFC-Veranstaltung am 13. Juni 2009 tolerieren. Dies geschieht maßgeblich zur Erhaltung der guten Beziehungen der Lanxess-Arena und der Stadt Köln", hieß es nach der Veranstaltung in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Nach eigenem Bekunden beugte sich der Veranstalter allerdings nur widerwillig der Auflage. Veranstalter Marek Lieberberg, der den Ultimate-Fight-Event in Deutschland organisiert, drückte nach den Gesprächen seine Hoffnung aus, dass die "permanenten Diffamierungen endlich aufhören". "Wir haben ein Ergebnis zu tolerieren, das nicht angemessen ist", erklärte der Veranstalter weiter. Nach Meinung der Organisatoren gebe es keine Indizien darüber, dass die Kampfsportart zu Nachahmertaten führen. Dieser Argumentation wollte Dezernentin Klein indes nicht folgen. Sie möchte Nachahmungseffekte dadurch ausschließen, dass Minderjährige am 13. Juni keinen Zugang zur Arena erhalten. Bereits erworbene Karten können gegen Erstattung des Kaufpreises zurückerstattet werden, bestätigte Klein nach der Pressekonferenz.

Bereits zuvor hatten die Stadt und das nordrhein-westfälische Landesinnenministerium nach sorgfältiger Prüfung festgestellt, dass eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht gegeben ist. Auf seiner März-Sitzung hatte sich der Kölner Stadtrat einstimmig auf eine Verurteilung von Veranstaltungen dieser Art ausgesprochen. In seinem Beschlusstext forderten die Stadtverordneten Gespräche mit dem Veranstalter. Der hatte ein generelles Verbot allerdings umgehend zurückgewiesen. In den USA sind Ultimate-Fighting-Kämpfe ein richtiger Publikumsrenner. Regelmäßig besuchen Zehntausende Fans die Großveranstaltungen.







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