27. 05. 2012
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Köln-Bocklemünd: Kein PCB in Bodenproben gefunden
Die Stadt Köln hat nach anonymen Hinweisen umfangreiche Bodenproben in Köln-Bocklemünd entnommen. Das Ergebnis dieser Analysen wurde am gestrigen Mittwoch von der Stadt veröffentlicht und sorgten für Erleichterung. Der anonyme Anrufer hatte zuvor behauptet, PCB-belastetes Erdreich sei dort abgelagert worden. Das Erdreich stamme vom Gelände einer ehemaligen Farb- und Lackfabrik aus dem Umland und sei in Köln-Bocklemünd in einen Lärmschutzwall eingebaut worden. Bei ersten Ermittlungen wurde bereits am selben Tag festgestellt, dass Erdreich aus der Sanierung einer ehemaligen Farb- und Lackfabrik tatsächlich nach Köln transportiert worden war. Es wurde jedoch nicht - wie behauptet - in einen Lärmschutzwall in Köln eingebaut, so die Stadtverwaltung. 165 Lkw-Ladungen mit Erdreich, die zuvor am Entstehungsort als dafür geeignet bewertet wurden, sind inzwischen in einer Kiesgrube nordöstlich des Stadtteils Köln-Widdersdorf abgelagert.
Die abgelagerten Erdmassen konnte man im Rahmen eines Ortstermins identifizieren und die hierzu beim Betreiber der Kiesgrube vorhandenen Unterlagen sichten. Auf Veranlassung des zuständigen Ingenieurs des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes wurde eine Fläche von etwa 30 mal 50 Metern, auf der sich die Erdmassen befinden, abgesperrt und durch einen Fachgutachter Bodenproben entnommen. Die Analyseergebnisse der Bodenproben zeigen, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden und von einer illegalen Entsorgung hochgradig PCB-verseuchter Böden, wie es in den anonym erhobenen Vorwürfen heißt, keine Rede sein kann. PCB steht für Polychlorierte Biphenyle. Es handelt sich dabei um giftige und krebsauslösende Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit, sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln und Kunststoffen verwendet wurden. Seit der Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 ist PCB als organischer Giftstoff verboten.

























