27. 05. 2012
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Köln-Porz: Planungskonzept Hertzstraße liegt aus
In Köln-Porz soll gebaut werden. Gemeinsam und in enger Abstimmung mit der Stadt hat die Porzer Wohnungsbaugenossenschaft GEWOG eG ein städtebauliches Planungskonzept entwickelt. In der kommenden Woche werden die Baupläne öffentlich ausgelegt. Danach sollen die im Gebiet zwischen Watt-, Ohm- und Siemensstraße stehenden Gebäude abgebrochen und durch Neubauten mit zeitgemäßen Wohnungen ersetzt werden. In den dort noch stehenden Gebäuden waren nach dem Krieg in kürzester Zeit sogenannte Kasernenausweichwohnungen geschaffen worden, um ausgebombte Familien, die notdürftig in Kasernen untergebracht waren, schnell mit Wohnraum zu versorgen. Investor und Stadt gehen davon aus, dass das Projekt in verschiedenen Bauabschnitten über einen Zeitraum von zwölf bis 15 Jahren realisiert wird, teilte die Stadt on ihrer Ankündogung mit.
Kritische Diskussion mit anschließender großer Mehrheit
Der Stadtentwicklungsausschuss hatte in seiner Juni-Sitzung dieses Jahres mit einem Mehrheitsbeschluss den Weg für die Neuplanung freigemacht. Kritik kam unter anderem vonseiten der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Barbara Moritz. Sie bemängelte solarenergetische Unzulänglichkeiten im Plangebiet. Sie vertrag die Ansicht, dass Optimierungen möglich sind. Außerdem sollte eine Anwendung des GOSOL-Programms nicht außer Acht gelassen werden, forderte die Grünen-Politikerin. Zwar konnte sich auch Streitberger nach Darstellung des städtischen Sitzungsprotokolls der Forderung der Grünen anschließen. Es gehe hier jedoch um ein städtebauliches Konzept. "Auch wenn die Ausrichtung der Bauten nicht nach Süden erfolge, seien solartechnische Anlagen möglich", so der Hinweis des Beigeordneten. Michael Frenzel, Sachkundiger Einwohner auf Ticket der SPD-Fraktion, gab den Verzicht auf alten Baumbestand zu bedenken. Und Jörg Uckermann von der als rechtsextrem eingestuften Formation "pro Köln" forderte sogar eine Beteiligung nach Modell 3, die so genannte vertiefte Bürgerbeteiligung. Nachdem das gegen die Stimme der Antragsteller abgelehnt wurde, befürwortete der Ausschuss die Aufstellung eines Bebauungsplans, gegen die Stimmen von "pro Köln".
Das städtebauliche Planungskonzept kann in der Woche vom 13. bis einschließlich 17. Dezember 2010 im Bürgeramt Porz, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, zu folgenden Zeiten eingesehen werden: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie zusätzlich Dienstag von 14 bis 18 Uhr und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Telefonische Auskünfte gibt das Stadtplanungsamt unter den Rufnummern 0221 / 221-22800 und 0221 / 221-22854. Schriftliche Anregungen können die Bürgerinnen und Bürger noch bis einschließlich zum 30.Dezember 2010 an den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Porz, Willi Stadoll, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, 51143 Köln, richten.

























