27. 05. 2012
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Köln unterschreibt Hamburger Erklärung zum Klimaschutz
Die Stadt Köln sieht sich selbst gerne als grüne Metropole. Kurz vor dem Weihnachtsfest gab der neue Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters bekannt, dass auch Köln die Erklärung der Hamburger City Climnate Conference, die Mitte November in der Hansestadt stattfand, unterzeichnet hat. Damit bekennt sich Köln auch offiziell zu den Klimaschutzzielen, wie zum Beispiel eine spürbare Verringerung der Belastungen mit Treibhausgasen. Die Unterzeichnung ist jedoch nur eine reine Selbstverpflichtung, wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung weiter erläuterte. "Die Unterzeichnung ist ein weiteres Signal für die Fortentwicklung städtischer Klimaschutzziele", kommentierte Jürgen Roters die nun erfolgte Unterzeichnung. An der Konferenz selbst nahmen auch Vertreter der Stadt Köln teil. In der vergangenen Woche hatte der Initiator der Erklärung, Hamburger Erster Bürgermeister Ole von Beust, die Erklärung bereits an die Staats- und Regierungschefs der teilnehmenden Staaten ausgehändigt.
Die Hamburger Erklärung beinhaltet sieben Selbstverpflichtungen der Unterzeichnerstädte und erhebt Forderungen gegenüber den nationalen Regierungen und internationalen Institutionen. Die Stadt Köln selbst sieht sich in einer guten Position. "Viele Schritte in diese Richtung haben wir schon unternommen, weitere müssen folgen", so der Oberbürgermeister weiter. Auch seine für Umwelt zuständige Dezernentin Marlis Bredehorst lobte das Papier und die Kölner Entscheidung, das zu unterstützen. Zu den wichtigsten Aufgaben der Beigeordneten und ihrer Fachexperten wird nun die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes sein. Im kommenden Jahr soll es soweit sein, bestätigte die zuständige Dezernentin. Die Ziele sind dabei durchaus ehrgeizig. Ein Fünftel weniger Kohlendioxid sowie eine 20-prozentige Steigerung der Energieeffizienz sind nicht gerade wenig, aber erreichbar. So hatte der Kölner Energieversorger RheinEnergie AG den Anteil regenerativer Energie zuletzt deutlich erhöht und ist zumindest in diesem Punkt dem selbst gesteckten Ziel schon ein ganzes Stück näher gekommen.
Erst vor wenigen Tagen nahm die Stadt gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst und dem LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz) im Rahmen des Projekts "Klimawandelgerechte Metropole Köln – Strategien für die Anpassung der Stadt Köln" eine Messstation am Museum Ludwig in Betrieb. Sie sollen das Netz der Messstationen noch enger machen und insbesondere über städtische Hitzeinseln berichten. Auch beim Neubau der Gesamtschule Rodenkirchen, die seit diesem Schuljahr ihre Pforten für rund 1200 Schülerinnen und Schüler geöffnet hat, wurden strenge Klimaschutzkriterien beachtet, wie die Stadt betonte. Auf dem Dach des Schulgebäudes ist unter anderem eine große Photovoltaikanlage installiert. Sie liefert an Sonnentagen sauberen Strom für die Schule. Die Anlage erreicht dabei immerhin eine Leistung, die für den Jahresbedarf von 40 Einfamilienhäusern ausreichen könnte. Auch das vom Land geförderte Projekt "Planen mit der Sonne" ist ein solcher Beitrag zum Klimaschutz. Selbst bei einem der größten Sorgenkinder ist man inzwischen einen großen Schritt vorangekommen. An immerhin 45 der stadtweit 286 Schulen der Stadt wurden die oberen Geschossdecken wärmegedämmt. Die alte Isolierung mit einer Dicke von 18 Zentimeter wurde verdoppelt und auch dies hilft, Energie zu sparen. Sechs der sieben Bestandssiedlungen des Projekts "=Planen mit der Sonne" befinden sich in Köln. Fast die Hälfte aller mit dieser Landesförderung versehenen Bestandswohnungen liegen auf Kölner Stadtgebiet.
Daneben gibt es das Schulprojekt "Klasse" – Kölner Schulen sparen Energie sowie Energieleitlinien für die städtische Gebäudewirtschaft. Eine "100.000 Watt-Solar-Initiatve für Schulen in NRW" wurde bereits in den Jahren 2005-2006 die Europaschule Köln energetisch saniert. Die Maßnahmen umfassten u.a. die Installation einer 20 Kilowatt-Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Schule und ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk. Alte Quecksilberdampflampen im öffentlichen Straßenraum werden schon seit Jahren durch neuere, verbrauchsärmere Lampenkörper ersetzt . Und schließlich sieht sich Köln auch als fahrradfreundliche Stadt. Die Stadt verfügt über mehr als 2000 Kilometer Radwege, 16 Prozent aller Verkehrsteilnehmer sind Radfahrer. Auch das gilt es in der Zukunft auszubauen, hieß es dazu abschließend.

























