27. 05. 2012
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Kölner Bündnis für Familie spricht sich Mut zu
Am heutigen Freitag trafen sich die Netzwerkpartner des Kölner Bündnisses für Familie im Haus der Evangelischen Kirche. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Oberbürgermeister Jürgen Roters, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil und sprach den Bündnispartnern im Namen Kölns seinen Dank aus. "Wir brauchen in Köln ein Bündnis für Familien, das aktiv und engagiert von der Stadtgesellschaft getragen wird", erklärte der SPD-Politiker. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen sei es absolut notwendig, dass die gesellschaftlichen Kräfte ihre Ressourcen zielgerichtet und gebündelt einsetzen, um das gemeinsame Ziel einer lebenswerten und sozial gerechten Stadtgesellschaft zu verfolgen.
Einen besonderen Fokus legte das Kölner Stadtoberhaupt in seiner Ansprache vor den Mitgliedern des Bündnisses auf die jüngeren Bewohner dieser Stadt. Es müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, jungen Paaren die Entscheidung zur Gründung einer Familie zu erleichtern. "Familienfreundlichkeit geht alle n und ist auch ein bedeutender Standortfaktor, wenn es etwa um die Ansiedlung neuer Unternehmen oder um die Anwerbung von qualifizierten Arbeitskräften geht", so Roters. So habe die Stadt zwar bereits enorme Anstrengungen unternommen, um bis zum Jahr 2012 seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Bereitstellung ausreichend vieler Plätze bei der Betreuung der kleinsten Mitglieder dieser Gesellschaft nachzukommen. Aber man müsse noch mehr tun, um auch eine qualitativ hochwertige Betreuung sicherzustellen. Dieser Qualität komme eine Schlüsselrolle zu, betonte der OB. "Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass trotz der großen Sparzwänge der Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder in Tagespflegestellen, Kindertagesstätten, offenen Ganztagsgrundschulen und Ganztagsschulen wie geplant fortgesetzt wird. Wir müssen Kindern eine stärkere Wertschätzung entgegenbringen", so Roters weiter.
Nahezu jedes vierte Kind in Köln lebt unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Das habe fatale Konsequenzen für die Gesundheit und die Bildungschancen. Investitionen in die Qualität der Kinderbetreuung sei daher eine Investition in die Zukunft, so der Oberbürgermeister in seiner Rede. Dem Einsatz und Engagement der Bündnispartner komme daher eine große Rolle zu. Das Bündnis für Familien bemüht sich seit Jahren, Familiengerechtigkeit zu fördern und so den Blick der Öffentlichkeit auf die Familie zu richten. Neben der Kölner Stadtverwaltung gehören auch der deutsche Gewerkschaftsbund Region Köln-Leverkusen-Erft-Berg, der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, die Handwerkskammer zu Köln, die Industrie- und Handelskammer zu Köln, das Katholische Stadtdekanat, die Liga der Wohlfahrtsverbände, der Arbeitskreis "Familie", "Kölner Behörden", "Kölner Hochschulen" und "Wirtschaft" dem Bündnis an. Als Partner des Koordinierungskreises sind die Agentur für Arbeit, die RheinEnergieStiftung Familie und die Sparkasse KölnBonn mit im Boot. Seit der heutigen Kuratoriumssitzung haben nun auch die Kölner Hochschule offiziell Sitz und Stimme in dem Führungsgremium des Netzwerks. Stellvertretend für die Hochschulen vertritt ab sofort die Prorektorin für akademische Karrieren der Kölner Universität, Prof. Dr. Angelika Nußberger, in dem Gremium. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Integration von Familien mit Zuwanderungshintergrund. Dieser Punkt soll nun auf Beschluss des Gremiums auch in den Kölner Rat der Religionen eingebracht werden, teilte die Stadtverwaltung abschließend mit.

























