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27. 05. 2012
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Kölner Jugendamt präsentiert sich im Bundesministerium


03.05.2011 22:56 von:

Schlagwörter: Köln,Jugendamt,Jugendverwaltung,2011,Mai,Aktionswoche,Berlin,Ministerin,Präsenta

Klaus Peter Völlmecke ist stellvertretender Leiter des Kölner Jugendamtes und derzeit auf Dienstreise in Berlin. Grund dafür ist die derzeit im Bundesjugendministerium stattfindende Kampagne zu den Aktionswochen, die derzeit bundesweit ins Rollen kommen sollen. Motto der Initiative "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt". Die CDU-Minister Kristina Schröder (CDU) und die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft, Birgit Zeller, haben die Auftaktveranstaltung in den Räumen des Bundesministeriums am gestrigen Dienstag eröffnet. Bis zum 8. Juni dauern die Aktionswochen an. Insgesamt 380 kommunale Jugendverwaltungen haben sich zur Teilnahme angemeldet. Auch Köln erhielt die Möglichkeit, im Rahmen einer Präsentation die hiesigen Programmplanungen vorzustellen.

Ungeliebt und immer zu spät

Zwar hat sich auch innerhalb der öffentlichen Debatte und im Bewusstsein bereits einiges getan. Aber noch immer haftet der Jugendverwaltung ein Makel an. Zum einen lassen sich messbare Erfolge wie in anderen Abteilungen eher über aufwändige Messverfahren herbeiführen, häufig genug muss die wissenschaftliche Zuarbeit im Rahmen von Drittmittelförderungen initiiert werden. Zum anderen nehmen Jugendämter grundsätzlich deutlich weniger ein als sie ausgeben. Geradezu töricht wäre es jedoch, für den Erfolg oder Misserfolg der breiten Palette an Hilfs- und Beratungsangeboten für Jugendliche mit dem Maßstab "Kostendeckungsgrad" messen zu wollen. Und dann gibt es immer wieder Fälle von Kindesmissbrauch, in denen dem Jugendamt Versagen vorgeworfen wird. Erst vor wenigen Wochen ereilte auch in Köln wieder ein solcher Fall die Aufmerksamkeit der Massenmedien. Über den Verdacht berichteten viele, manche sogar auf Seite 1. Die Einstellung der Ermittlungen gegen den Jugendamtsmitarbeiter hingegen war den meisten Medien nicht einmal eine Randnotiz auf Seite 30 oder 34 wert. Greift das Jugendamt aber zu früh und zu hart durch, finden sich beide Seiten schnell vor der Justiz wieder und auch hier liegen die Sympathien der veröffentlichenden Meinung in der Regel nicht bedingungslos aufseiten der Fachverwaltungen. Die meiste Arbeit der Jugendämter aber geschieht im Stillen, abseits der großen Schlagzeilen und Skandale.

Jugendamt ist mehr als nur Kinderschutz

Dieses Ziel, die auch in Köln erhebliche Palette der verschiedenen informations-, Förder- und Unterstützungsangebote bekannter zu machen, will sich auch die Kölner Jugendverwaltung auf die Fahne schreiben. Bereits Anfang dieser Woche informierte die Stadt selbst auf einer Pressekonferenz über die Arbeit der Jugendämter. Ob Jugendgerichtshilfe, Rathausschule, Spielplatzpaten, Verkehrserziehung an Kindergärten oder die Abteilungen ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) und GSD (Gefährdungs-Sofort-Dienst) sowie die in den Bezirken tätigen Bezirksjugendpfleger oder Streetworker. Bundesministerin Schröder machte den anwesenden Verwaltungsfachleuten Mut. "Die Arbeit der Jugendämter ist unverzichtbar. Mit ihrem täglichen Einsatz tragen sie maßgeblich zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei. Ob Kinder, Jugendliche oder Eltern – sie alle finden bei den Jugendämtern qualifizierte Leistungs- und Beratungsangebote. So tragen die Ämter entscheidend dazu bei, dass Eltern auch in schwierigen Phasen der Erziehung professionell begleitet werden", erklärte die CDU-Politikerin.

Immer noch ist die Arbeit der Jugendverwaltung auf kommunaler Ebene breiten Bevölkerungsschichten weitgehend unbekannt. Während stadtnahe Gesellschaften ihre Dienstleistungen an der Gesellschaft und der kommunalen Daseinsvorsorge immer offensiver kommunizieren, hat es die Jugendverwaltung schwer, handfeste und greifbare Erfolge wissenschaftlich fundiert vorlegen zu können. 37 Prozent der Erziehungsberechtigten wissen nicht, was die Jugendämter in ihrer eigenen Stadt oder Gemeinde leisten, wie eine repräsentative Umfrage ergab. Bundesweit sind nun die Kommunen aufgerufen, mit eigenen Veranstaltungen, Offenen Türen, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen und weiteren Events auf die Arbeit der Jugendverwaltung hinzuweisen. Am 8. Juni 2011 finden die Aktionswochen auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Stuttgart einen feierlichen Abschluss.

Weitere Informationen zu den bundesweiten Aktionswochen finden sie auch im Internet unter: www.unterstuetzung-die-ankommt.de.


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