27. 05. 2012
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Mülheim 2020: Europaweite Ausschreibungen für Bildungsprojekte gestartet
Das Strukturförderprogramm Mülheim 2020 hat ehrgeizige Ziele. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 40 Millionen Euro soll in den Stadtteilen Mülheim, Buchforst und Buchheim im Kölner Nordosten der Strukturwandel gestaltet, das Lebensumfeld der Menschen verbessert und somit der dort zuletzt zu beobachtende Abwärtstrend gestoppt werden. Im genannten Zielgebiet gibt es anteilig deutlich mehr Arbeitslose als im Rest der Stadt und auch die Zusammensetzung der Bevölkerung ist eine andere. Bislang trat das Strukturförderprogramm vor allem durch die zahlreichen Sitzungen des beratenden Gremiums "Veedelsbeirat" zu Tage. Kleinere Projektfinanzierungen aus einem so genannten Verfügungsfonds brachten ebenfalls bereits erste konkrete Maßnahmen. Nun hat die Stadt Köln den Start von gleich drei Projekten im Zuge dieses Förderprogramms bekannt gegeben. Die europaweite Ausschreibung der Bildungsprojekte soll noch in diesem Jahr zu konkreten Entscheidungen führen. Die Initiatoren gehen davon aus, dass die ersten Projekte bereits im September dieses Jahres mit der operativen Arbeit beginnen können.
Bei den ausgeschrieben Projekten handelt sich um die Vorhaben "Sprachförderung in Tageseinrichtungen für Kinder", "Beratung und Begleitung in Ausbildung und Qualifizierung für Jugendliche, Eltern und Firmen" und "Rucksack". Damit ist für alle Bildungsprojekte an Schulen und Kindertagesstätten die Ausschreibung erfolgt. Bewerber können ab sofort ihre Teilnahme an der jeweiligen Ausschreibung bei dem zentralen Vergabeamt der Stadt Köln beantragen. Die Frist für das Einreichen der Angebote endet am 29. Juni 2011. Nach Prüfung der Angebote und dem späteren Vertragsabschluss ist der Start der Projekte im September 2011 geplant. Das Bildungsprojekt "Mülheimer Bildungsbüro" wurde ebenfalls in dieser Woche ausgeschrieben. Für das erste Bildungsprojekt "Brücken bauen – Qualifizierung von Stadtteilmüttern" werden derzeit die vorliegenden Angebote ausgewertet, wie die Stadtverwaltung betonte.
Das Projekt "Sprachförderung in Tageseinrichtungen für Kinder" will den Kindertageseinrichtungen im Programmgebiet mit zusätzlichem Personal eine gezielte Sprachförderung der Kinder ermöglichen. Dabei sollen die Erzieherinnen nach Methoden der Elementarpädagogik Lieder, Fingerspiele, Reime, Bewegungsgeschichten, Bilderbuchbetrachtungen und ähnliches nutzen. Die Sprachförderung wird in die Lebenssituationen der Kinder eingebunden. Die zusätzliche Betreuung stellt sicher, mehr Zeit für eine generelle Förderung der Kinder zu haben und die Eltern stärker einzubeziehen, so die Stadtverwaltung. Das Projekt "Beratung und Begleitung in Ausbildung und Qualifizierung für Jugendliche, Eltern und Firmen" soll jugendliche Schulabsolventen berufsorientiert qualifizieren, ihnen Praktikums- und Ausbildungsplätzen gezielt vermitteln und ihren Einstieg in eine Ausbildung begleiten. Besondere Berücksichtigung finden dabei Jugendliche, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen und einer intensiveren Hilfe bedürfen. Daneben wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hilfestellung gegeben, die nach dem Schulabschluss trotz Teilnahme an Berufsorientierungsmaßnahmen weder in Schule noch im Beruf Fuß fassen können.
Das Projekt "Rucksack" richtet sich schließlich an die Gruppe der Zuwandererfamilien mit Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren. Ziele sind einerseits, die Sprachentwicklung der Kinder und andererseits die Erziehungskompetenz der Eltern zu fördern (Familienbildung). Als Hauptsprachgruppen identifizierten die Verantwortlichen dabei neben türkisch und russisch auch italienisch, englisch, serbisch, arabisch und albanisch. Die entsprechenden Familien sollen vor allem über die Bildungseinrichtung der Grundschule angesprochen werden. Die dazu notwendigen Ruckmaterialien gibt es bereits, wie die Stadt abschließend hinweist. Die entsprechenden Unterlagen zur Ausschreibung finden sie unter folgenden Internetadressen:
Projekt "Sprachförderung in Tageseinrichtungen für Kinder"
Einen Überblick über das Gesamtprojekt vermittelt die Stadt auf ihren Internetseiten unter: www.stadt-koeln.de

























