27. 05. 2012
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OB und KVB zeigen sich einig im weiteren Vorgehen
Die jüngsten Ermittlungsergebnisse beschäftigen auch die Kölner Stadtspitze. Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Sprecher des KVB-Vorstandes Jürgen Fenske haben sich am heutigen Mittwoch in einem Spitzengespräch auf eine gemeinsame Linie verständigt. Wie die KVB am heutigen Abend mitteilte, bestehe Einigkeit, die Arbeit der Kölner Staatsanwaltschaft und ihrer beauftragten Fachleute weiterhin "eng und konstruktiv" begleiten zu wollen. Das stadtnahe Unternehmen betonte dabei, bereits in der Vergangenheit stets alle ihr zur Verfügung stehenden Unterlagen und Erkenntnisse weitergeleitet zu haben. Das gleiche gelte auch für Ergebnisse der Ermittlungen vonseiten der Staatsanwaltschaft, betonte das Unternehmen. An der bereits am Tag zuvor geäußerten Feststellung, dass die Tunnelbauwerke nach Prüfungen durch zwei unabhängige Fachfirmen (TÜV Rheinland / LGA Bautechnik und Stuva) als "absolut sicher" eingestuft werden. Zusätzlich wolle man aber trotzdem weitere Fachleute in die Baumaßnahme integrieren, hieß es dazu weiter.
So war es die KVB selbst, die sechs Tage nach dem Einsturz bei der Kölner Staatsanwaltschaft ein so genanntes Beweissicherungsverfahren beantragt hatte, wie die Verantwortliche nochmals betonten. Demnach waren die Entscheider des Unternehmens bereits früh über mögliche Unregelmäßigkeiten informiert. Zusätzlich habe man eigene Nachforschungen angestellt, die das bestätigten, was nun in der Öffentlichkeit diskutiert werde. Seit dem Einsturz obliegt die Aufgabe der Bauaufsicht der Düsseldorfer TAB (Technische Aufsichtsbehörde), die wiederum eine weitere Fachfirma mit dieser Aufgabe beauftragte. Wegen der Bauüberwachung an der Stadtbahn-Haltestelle Heumarkt wolle man kurzfristig ein Unternehmen benennen, das im Auftrag der KVB die Baustelle überwachen wird. Bisher hatte die KVB selbst die Bauaufsicht an diesem Bauwerk durchgeführt.
Die KVB versicherte nochmals, dass die festgestellten Mängel bei der Bauausführung nicht zweifelsfrei auch die alleinige Ursache seien. Um hier letztlich sicher sein zu können, müsse man eh ein so genanntes Beweissicherungsbauwerk errichten und den Ermittlern damit einen direkten Zugang zur Unglücksstelle ermöglichen, erklärte Baudezernent Bernd Streitberger bereits in der vergangenen Woche bei der Diskussion um die Querung der zweiten Baustufe. Somit steht auch das Datum der Inbetriebnahme der neuen vier Kilometer langen Nord-Süd-U-Bahn noch nicht fest. KVB und Stadt hoffen auf das Jahr 2014, es könne aber auch ein Jahr später sein. Mit der Situation in Düsseldorf sei die Situation indes nicht vergleichbar. In der Landeshauptstadt wird derzeit die so genannte "Werhahn-Linie" errichtet. Dass der dortige OB Dirk Elbers nun die Bauaufsicht verschärft hat, ist aus Sicht der Kölner Verantwortlichen "absolut nachvollziehbar". In Köln wurden die Schlitzwände bereits im Jahr 2005 eingebaut. Bis auf die Haltestelle Waidmarkt haben die schützenden Wandelemente bislang ihre Funktion erfüllt, hieß es dazu abschließend.

























