27. 05. 2012
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Patrick Schmeing wechselt von Leipzig nach Köln
"Froh und glücklich" zeigten sich am heutigen Dienstag die Stadtoberen, als im Amtszimmer des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters der Vertrag mit dem neuen Geschäftsführenden Direktor des Gürzenich-Orchesters unterzeichnet wurde. Patrick Schmeing (41) wird ab dem 1. März kommenden Jahres zurück an den Ort seiner Jugend und Ausbildung zurückkehren. Derzeit leitet der Diplom-Kaufmann, der mit einer Opernsängerin verheiratet ist, erfolgreich das Marketing des Leipziger Gewandhauses und des Gewandhaus-Orchesters. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Kunstgeschichte kam Schmeing im Jahr 1999 nach Leipzig und schaffte es mit frischen Ideen und konsequentem Marketing das etwas angestaubte Image der Leipziger Kultureinrichtung wieder auf Hochglanz zu polieren. Ablesbar ist das an den Abonnentenzahlen. Waren es zu seinem Antritt rund 7000 erreicht die Zahl derzeit mit rund 12.700 historische Höchststände, wie der Neue berichtete.
Seine Entscheidung für Köln sei aber keineswegs nur standortbedingt, wie der 41-Jährige Marketing-Spezialist ausführte. Vielmehr gebe es mit dem Gürzenich-Orchester ein Musikensemble der Spitzenklasse mit Potenzial zu mehr. Außerdem steht mit Generalmusikdirektor Markus Stenz ein junger Chefdirigent an der Spitze, der "hochkreativ und innovativ" arbeitet. Kennen gelernt hatten sich die beiden bereits vor sieben Jahren, als Stenz im Leipziger Gewandhaus als Gastdirigent auftrat und prompt einen bleibenden Eindruck hinterließ. Und schließlich liebe er diese Stadt immer noch. Schmeing, geboren in Herne, kam bereits im Alter von drei Monaten nach Köln und blieb dort bis zu Abschluss seines Studiums. Zu seinen Schwerpunkten zählt der kommende kaufmännische Direktor den Ausbau der Abonnentenzahlen, mehr internationale Präsenz sowie der Aufbau eines Konzepts für Sponsoring und Fundraising. In Leipzig hatte der junge Marketingleiter erfolgreich um den Mittelstand geworben und damit neue Zielgruppen erschlossen.
Das Kölner Gürzenich-Orchester hat bereits mit einigen Vorzeigeprojekten und –ansätzen wie zum Beispiel "Ohren Auf", den Babykonzerten oder Live-Mitschnitten das eigene Spektrum erweitert. "Der Weg ist der richtige. Mein Ziel wird es sein, diese Entwicklung voranzutreiben", so Schmeing weiter. Gerade im Bereich Sponsoring sieht auch Kulturdezernent Quander noch Verbesserungspotenzial. Die Schwerpunkte seiner Arbeit stimmen aber nicht nur mit der Stadtspitze überein. Auch mit dem künstlerischen Leiter des Orchesters verstehe er sich prächtig. "Das hat schließlich den Ausschlag für die Berufung Schmeings gegeben", so Quander weiter. Und auch Oberbürgermeister Roters setzt große Stücke auf den Neuen. "Wir wollen weiterkommen und haben dafür nun beste Voraussetzungen. Das ist ein schöner Tag", so das Kölner Stadtoberhaupt abschließend.

























