27. 05. 2012
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Rheinland soll zur Marke werden
Auf der diesjährigen Fachmesse für Gewerbeimmobilien, der Expo Real, in München haben sich die Vertreter der rheinischen Großstädte und Kreise sowie die Kammern der Region auf eine themenbezogene Kooperation verständigt. Ziel dieser Kooperation ist es, die Marke Rheinland als eigenständige und selbstbewusste Marke etablieren zu wollen. Dabei sehen sich die neuen Kooperationspartner auch als Gegengewicht und in Abgrenzung zum Ruhrgebiet, wie die Kölner IHK in einer Presseerklärung am gestrigen Dienstag ausführte. Knapp 30 Oberbürgermeister, Landräte und weitere leitende Repräsentanten der jeweiligen Kommunalverwaltungen hatten sich am gestrigen Dienstag in München zusammengesetzt. Einigkeit bestand auch darin, den beiden größten Kommunen des Landes – Köln und Düsseldorf – die Rolle der Lokomotive zuzuweisen.
"Ab jetzt geht es darum, gemeinsam die Dachmarke Rheinland zu entwickeln und zu vertreten", erklärte der Kölner IHK-Präsident Paul Bauwens-Adenauer nach dem Treffen und seinem Ergebnis. Auch die beiden Stadtoberhäupter der Lokomotiven, Jürgen Roters und Dirk Elbers begrüßten den festen Willen zur Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank galt dabei den fünf IHKs im Bereich des Rheinlandes. Sie hatten sich bereits im vergangenen Jahr auf eine intensivere Kooperation geeinigt und damit einen wichtigen Impuls für die nun erfolgte Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden in der Region gelegt. Elbers und Roters wollen dazu eine Regionalkonferenz einführen, die das weitere Vorgehen und mögliche Leuchtturm-Projekte zum Gegenstand hat. Für Roters ist das Rheinland damit das "verbindende Band zwischen den Städten", die im Ausland aber weiterhin als Wirtschaftsstandorte wahrgenommen werden. Mögliche Themenfelder sind Verkehr und Infrastruktur, Tourismus, Kultur und die Wissenschaft, in einigen gebe es bereits gemeinsame "Aktionsfelder". Eine weitere Idee war die einer "Rheinlandhalle" auf der Expo Real selbst.
Die neuen Kooperationspartner wollen allerdings erst einmal auf eine feste Organisationsstruktur verzichten. Das würde den Prozess insgesamt erschweren, so der Konsens der Beteiligten. Stattdessen wolle man sich für die erste Rheinland-Konferenz lieber auf einem Schiff treffen und dabei auf dem Rhein fahrend die Zukunft in Angriff nehmen, berichteten die Beteiligten weiter. Ziel müsse es schließlich sein, dem starken Block "Ruhrgebiet" einen mindestens ebenso starken Block "Rheinland" entgegen zu setzen, hieß es dazu weiter. "Ich will die Region Rheinland gemeinsam mit dem Düsseldorfer Oberbürgermeister und allen Landräten und Kommunalvertretern voran bringen. Die heutige Konferenz kann ein Meilenstein für die zukünftige Zusammenarbeit werden", bekräftigte Kölns erster Bürger Jürgen Roters nach der veranstaltung.

























