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27. 05. 2012
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Stadt Köln warnt vor langen Wartezeiten beim neuen Personalausweis


26.10.2010 21:59 von:

Schlagwörter: Köln,Meldehalle,Bürgeramt,Personalausweis,Biometrie,2010,Einführung,Gebühren,Ant

Die Umstellung auf den neuen Personalausweis im Scheckkartenformat wird am kommenden Montag zur Realität. Dann werden in den städtischen Ämtern Ausweisdokumente nur noch in der neuen Version ausstellen. Die Bundesregierung hatte den 1. November 2010 als Datum der offiziellen Einführung festgelegt. Das neue amtliche Dokument soll nach Aussage der Verantwortlichen mehrere Vorteile haben. So befinden sich auf dem neuen Ausweis unter anderem auch biometrische Daten, die auf einem Computer-Chip abgespeichert werden. Optional lässt sich auch ein "biometrisches Foto" sowie der digitalisierte Fingerabdruck abspeichern lassen. Auch eine elektronische Unterschrift ließe sich mit dem neuen Dokument abbilden. Über Lesegeräte lässt sich der neue Ausweis auch als Identitätsnachweis im elektronischen Geschäftsverkehr verwenden. Im Vorfeld der Umstellung auf das neue Dokument hatte unter anderem der Westdeutsche Rundfunk in seiner Verbrauchersendung "Markt" allerdings erhebliche Schwächen, insbesondere in der Datensicherheit des integrierten Speicherchips, festgestellt. In einem Schülertest einer Physik-Klasse gelang die Manipulation von Identitäten, wie das Verbrauchermagazin berichtete.

Ungeachtet der Kritik dürfte die Umstellung auf das neue Ausweisdokument auch zu längeren Wartezeiten führen. Die Stadt Köln appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, sich mit der Beantragung des neuen Ausweises nicht am Einführungsdatum zu orientieren. Vor allem in den ersten Novemberwochen empfiehlt die Stadtverwaltung, nicht für den neuen Ausweis vorzusprechen. Der Appell richtet sich vor allem an diejenigen, die ihren alten Personalausweis vor dessen Ablauf gegen den neuen eintauschen wollen. Grund für die zeitliche Verzögerung sind die aufwändigeren Verfahren zu den technischen Funktionen des neuen Ausweisdokuments, hieß es dazu weiter. Stattdessen sollten Interessierte oder Bürger mit abgelaufenen oder auslaufenden Ausweisdokumenten, sich vorab telefonisch um einen Vorsprechtermin bei den Meldehallen und Bürgerämtern zu bemühen. Zwischen 10 und 12 Uhr sei das Besucheraufkommen auf Basis langjähriger Erfahrungen am höchsten. Insofern sollten Antragsteller diesen Zeitraum möglichst meiden, so ein weiterer Tipp der Stadtverwaltung.

Anträge für die ältere Version des Personalausweises können noch bis Freitag (29. Oktober 2010, bis 12 Uhr) eingereicht werden. Während der "alte" Personalausweis acht Euro kostet, müssen Antragsteller für den neuen Ausweis 28,80 Euro an Gebühren investieren. Für Antragsteller bis zu einem Alter von 24 Jahren werden 22,80 Euro fällig. Die frühere Gebührenfreiheit für Ausweisdokumente von Kindern und Jugendlichen entfällt. Das hatte im Vorfeld ebenfalls für harsche Kritik gesorgt. Eine Umtauschverpflichtung auf die neuen Ausweise besteht nach Angaben der Verantwortlichen aber nicht. Weitere Informationen zum Personalausweis aus Sicht der Verantwortlichen finden sie im Internet unter: www.personalausweis.de.


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