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27. 05. 2012
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Stadt Köln will an Reinigungskosten sparen


04.09.2010 07:44 von:

Schlagwörter: Köln,Einsparung,Haushalt,Reinigung,Dienstleistung,2010,Fensterreinigung,Stadtspi

Die Stadt Köln muss sparen. Bei der Suche nach weiteren Einsparmöglichkeiten ist man nun bei der Pflege der eigenen Immobilien auf eine Möglichkeit gestoßen, gleich 160.000 Euro zur notwendigen Konsolidierung des städtischen Haushaltes beizutragen. So soll unter anderem auf die turnusmäßige Reinigung der Innenräume in städtischen Gebäuden verzichtet werden. Auch bei der Fensterreinigung wolle man Einsparungen vornehmen. Insgesamt gibt die Stadt für diese Dienstleistung pro Jahr rund 550.000 Euro aus. 165.000 Euro soll dabei alleine der Verzicht auf die turnusmäßige Innenreinigung entfallen, hieß es dazu weiter.

Bislang wurden die Fenster unabhängig von ihrem Verschmutzungsgrad, ihrer Lage und Beanspruchung alle 15 Monate innen und außen gereinigt. Dieser Rhythmus soll künftig nur noch bei den Fensteraußenseiten bestehen bleiben, die Innenflächen werden bis auf weiteres aus diesem System herausgenommen, hieß es dazu in einer offiziellen Verlautbarung. Unabhängig von diesen Routineregelungen werden nach wie vor situationsabhängige Bedarfsreinigungen durchgeführt. Mitte nächsten Jahres will die Fachverwaltung die Erfahrungen auswerten und die Ergebnisse bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2012 berücksichtigen.

Die Reinigung der Gebäude stand ebenso wie alle Verwaltungsbereiche in den vergangenen Monaten unter der Notwendigkeit, erhebliche Finanzmittel einsparen zu müssen. Bei der laufenden Unterhaltsreinigung (Böden, etc) sieht die Verwaltung keine weiteren Einsparungsmöglichkeiten im Bereich der Schulen und Kindertagesstätten. Im Bereich der Verwaltungsbüros wurde noch einmal erheblich gespart. Der bisherige Reinigungsrhythmus gilt generell für alle städtischen Gebäude vom Verwaltungsgebäude bis zu Funktionsbauten und für alle Fenster. Lediglich besonders stark frequentierte Bereiche mit hohem Reinigungsaufwand aufgrund von Lage und Funktion (z.B. Fensterscheiben bei Museen, Eingangsbereiche, etc.) waren von dieser Regelung ausgenommen, teilte die Stadtverwaltung abschließend mit.

Am Tag zuvor hatte die CDU-Fraktion Kritik an dem Einsparvorschlag geübt. Besonders der Vorschlag, die Fenster von Kindergärten und Schulen zukünftig nur noch von außen, nicht aber von innen reinigen zu lassen, ruft den Spott der Christdemokraten hervor. "Wir wollen saubere Schulgebäude und Kindertagesstätten. Aber der Oberbürgermeister kann gerne die Fenster in seinem Zimmer selbst putzen", kommentierte CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka den Sparvorschlag der Verwaltung. Obwohl der Beschluss des Rates noch gar nicht umgesetzt ist, habe die Verwaltung bereits jetzt die entsprechenden Verträge mit den Dienstleistern gekündigt, kritisieren die Kölner Christdemokraten weiter. Granitzka forderte den Oberbürgermeister auf, die Vorlage im nächsten Ausschuss für Allgemeine Verwaltung und Recht (AVR) von der Tagesordnung zu nehmen.







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