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27. 05. 2012
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Stadt will gegen Skater auf der Domplatte durchgreifen


24.09.2011 18:44 von:

Schlagwörter: Köln,Domplatte,2011,September,Verwarngelder,Strafe,Skater,Skaterpark,Kahlen

Ab sofort will die Kölner Stadtverwaltung Skater auf dem Roncalliplatz nicht mehr dulden. Wie das städtische Presseamt am heutigen Freitagmittag meldete, soll das Kölner Amt für öffentliche Ordnung zukünftig konsequent gegen "wildes Skaten" vorgehen. die nun angekündigte Maßnahme liegt auf der Linie der Stadtverwaltung, bei Etablierung entsprechender Alternativflächen und nach einer Übergangszeit von einigen Wochen Ernst zu machen im Umgang mit der zumeist jugendlichen Klientel. Skaterinnen und Skater, die mit ihrem Board die Domplatte zu Freizeit- und Spaßfahrten nutzen, müssen nun mit Sanktionen rechnen. Diese Fahrten - es sei denn, mit dem Board soll lediglich der Platz überquert werden - stellen eine nicht erlaubte Sondernutzung dar, so das Argument der Verantwortlichen.

Gute Resonanz auf Skaterpark

Der neue Skaterpark – zwischen Kap am Südkai und Südbrücke gelegen – verzeichnete seit seiner Eröffnung Ende Juli dieses Jahres tatsächlich gute Resonanz. Selbst bei durchwachsener Witterung zeigten sich immer wieder Skater auf der Anlage, die mithilfe des zweiten Konjunkturpakets der Bundesregierung für rund 700.000 Euro fast in Rekordzeit errichtet wurde. Schon im Vorfeld hatten sich auch die Skater selbst, zusammengeschlossen im Verein Domskateboarding e.V., überwiegend positiv geäußert. Im Gegensatz zur Domplatte finden die Hobby-Sportler hier alles, was sie zum "Street Skaten" benötigen. Schon vor drei Jahren hatte die Stadtverwaltung so genannte "Fasen" in die Randsteine am Roncalliplatz hineingefräst, um so das so genannte "Grinden" zu unterbinden. Vorherige Vorstöße zu einem sofortigen Verbot, gestützt sogar durch ein Rechtsgutachten eines renommierten Juristen, wurden bis zum Herbst dieses Jahren regelmäßig zurückgewiesen, weil eben die Alternative erst im Sommer dieses Jahres fertig gestellt wurde.

Problem wird deutlich geringer – Vorfeldarbeit wirkt

Mit der neuen Skaterfläche hatte sich das Problem auf der Domplatte zuletzt deutlich entspannt. Das lag vor allem daran, dass die eingefleischten Skater inzwischen lieber in ihrem Skaterpark neue und alte Kunststücke einstudieren. Auch die Stadtverwaltung räumt ein, dass die Zahl der Skateboarder auf der Domplatte spürbar zurückgegangen ist. Das mag auch an der Arbeit der Domstreife des Ordnungsdienstes liegen, die in den vergangenem Wochen immer wieder Skater auf der Domplatte angesprochen und ihnen – soweit noch nicht bekannt – den Besuch im Skaterpark angeraten haben.

Etwas rigoroser gingen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits in den vergangenen Wochen gegen diejenigen Skater vor, die sich mit Hütchen ihren Parcours auf der Domplatte platzieren wollten. Die Verwarngelder sollen nach derzeitiger Planung bei Jugendlichen 20, bei Erwachsenen 35 Euro betragen. Wer wiederholt beim "Wildskaten" erwischt wird, muss mit höheren Strafen in Form eines Bußgeldverfahrens rechnen, förmlicher Platzverweis inklusive. Im Wiederholungsfall sollen sogar Skateboards sichergestellt werden. "Unsere Erfahrungen zeigen, dass schon jetzt der Großteil der Skaterinnen und Skater dort fährt - und zwar nicht wegen drohender Verwarngelder auf der Domplatte, sondern weil die Anlage als Skater-Paradies empfunden wird", so der abschließende Appell des zuständigen Rechtsdezernten und Stadtdirektors Guido Kahlen.







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