27. 05. 2012
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Stadt will Sachstandsbericht zu Straßenschäden
Der Zustand des Kölner Straßennetzes lässt sich derzeit nicht ermitteln. Aber es steht zu befürchten, dass die Wintertage der jüngsten Vergangenheit auf den Fahrbahnen in Köln zu gravierenden Schäden geführt haben und führen werden. Die Stadtverantwortlichen wollen daher bis zum Ende des ersten Quartals im kommenden Jahr einen detaillierten Sachstandsbericht zum Zustand der Straße erarbeiten. Das kündigte der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters in einer Presseerklärung an. Zuständig für die Aufstellung dieses Berichts ist das Dezernat für Bauen und Planen unter der Leitung des Beigeordneten Bernd Streitberger.
"Wir dürfen keine Zeit verlieren, damit wir so schnell wie möglich die jetzt schon absehbaren Winterschäden an Kölner Straßen beseitigen können", erklärte das Kölner Stadtoberhaupt. Die Experten des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik sollten schnellstmöglich mit der Auflistung der entstandenen Schäden beginnen. Zugleich soll auch eine Prioritätenliste aufgestellt werden, um so die notwendigen Investition zielgerichtet einzusetzen. "Wir werden zwischenzeitlich mit den Vertretern der Wirtschaft und des Handwerks über schnelle, aber selbstverständlich rechtsbeständige Verfahrensweisen und Vergaben sprechen, damit es nach den endgültigen Beschlüssen keine unnötigen Zeitverzögerungen bis zur konkreten Umsetzung mehr gibt", so Roters weiter.
Das Kölner Straßennetz umfasst eine Gesamtlänge von insgesamt knapp 2500 Kilometer asphaltierter oder gepflasterter Wege. Zur Instandsetzung und Unterhaltung dieses Straßennetzes stehen im aktuellen Haushalt 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Allerdings musste die Stadt diesen Etat aufgrund des hohen Haushaltsdefizits im Doppelhaushalt deutlich eingekürzt werden. Die ursprünglich vorgesehene Halbierung von 13 auf sechs Millionen Euro konnte jedoch in den Haushaltsverhandlungen abgefedert werden. Experten gehen jedoch davon aus, dass dieser Etat für die Straßenunterhaltung deutlich zu gering ist, um die auftretenden Schäden auf den Fahrbahnen nachhaltig ausbessern zu können. Bundesweit gehen Experten der Kommunalen Spitzenverbände davon aus, dass sich der Gesamtschaden am Straßennetz auf einen Betrag von zehn Milliarden Euro summieren könnte.

























