27. 05. 2012
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Stadtentwässerung kündigt Gebührenerhöhung an
Vor einem Jahr schlug die damalige Gebührenanhebung für Schmutz- und Abwasser zum Politikum und damit zum Gegenstand einer kurzen, aber durchaus temperamentvollen Diskussion. Hintergrund war die damalige Entscheidung des Kölner Stadtrates, dem Wunsch der Steb zwar zu entsprechen, aber anderer Stelle die Steigerungen in Teilen zurückzunehmen. Diesmal ist es fast eine positive Nachricht, wenn die städtische Anstalt Öffentlichen Rechts (AöR) die Gebühren mit dem laufenden Jahr und einer Steigerung von durchschnittlich 1,43 Prozent relativ moderat ausfallen. Die Gebühren für Schmutzwasser sollen auf 1,52 Euro pro Kubikmeter und 1,29 Euro pro m³ Niederschlagswasser erhöht werden, rund zwei Cents pro Person und Monat, wie die Steb vorrechnet. Als Grund für die notwendige Preiserhöhung gab das Unternehmen an, dass sowohl der Frischwasserverbrauch um 2,3 Prozent zurückging, gleichzeitig aber der Aufwand für die Sanierung des Kanalnetzes um 2,6 Millionen Euro angestiegen sei.
Effektiv liege die Preissteigerung für die Kölner Haushalte sogar nur bei 0,36 Prozent, weil der Rückgang des Frischwasserverbrauchs sich kostendämpfend in den Rechnungen der Kölner Haushalte niederschlägt. Für eine vierköpfige Familie mit einem angenommenen Durchschnittsverbrauch ergibt sich daraus eine jährliche Belastung in Höhe von 328,52 Euro. Das sei umgerechnet auf die Kosten pro Tag günstiger als ein Brötchen (22 Cents) und in etwa so teuer wie ein Glas Kölsch in der Woche (1,58 Euro). Im vergangenen Jahr stiegen die Abwassergebühren um rund 3,7 Prozent.
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