27. 05. 2012
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Stadtverschönerungsprogramm lässt 17 zusätzliche Brunnen sprudeln
In Köln gibt es 72 so genannte Zierbrunnen. Laut einer alten Liste sind es 86. Es ist letztlich eine Definitionsfrage und doch waren in den vergangenen Jahren nur die gefühlte Hälfte aller Kölner Brunnen in Betrieb. Am heutigen Dienstag trafen sich der Leiter des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen, Michael Kaune, und der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, zum gemeinsamen Pressetermin. Der Schauplatz war markant wie lautstark, der Hermann-Josef-Brunnen am Kölner Waidmarkt. Das 1894 errichtete Brunnendenkmal in Sichtweite zu den Bächen und direkt neben der Großbaustelle des inzwischen abgetragenen Hochhauses an der Ecke zum Blaubach zeigten die beiden leitenden Verwaltungsmitarbeiter, was die 190.000 Euro, die der Finanzausschuss in seiner Maisitzung bereit gestellt hatte, in der Realität bringen. Seit rund 15 Jahren spendet der historische Brunnen wieder Wasser.
Rund 40 Brunnen wurden in den vergangenen Jahren von der Stadt betrieben. Für mehr reichen die rund 200.000 Euro Etat, die dem federführenden Grünflächenamt jährlich für den Betrieb der öffentlichen Wasserspender bereit standen. Dank Sponsorengelder sind es inzwischen 54. Gemeinsam wollen Grünflächenamt und Gebäudewirtschaft sind glücklich, wenn es irgendwann einmal 63 bis 65 sind, die stadtweit in Betrieb sind. Ebenfalls gemeinsam werde man analysieren und notfalls auch zurückbauen bzw. endgültig stilllegen. Das könnte die elfteilige Brunnenanlage im Rheinpark treffen. Hier scheint ein wirtschaftlich darstellbarer Betrieb nicht möglich. "Das eigentlich teure am Brunnenbetrieb ist das Personal, dass die Wartung durchführt", erklärte Amtsleiter Kaune. Noch in diesem Jahr soll dem Stadtrat ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie die derzeit hohe Zahl sprudelnder Brunnen auch zukünftig sichergestellt werden könne.
Alleine 18 Kölner Brunnen werden ausschließlich mit Unterstützung von Sponsoren betrieben, bei drei weiteren teilen sich Stadt und Sponsoren die Betriebskosten, darunter so prominente wie der Heinzelmännchen oder der Opernbrunnnen. Letzterer wird ab dem kommenden Jahr für insgesamt drei Jahre trockengelegt. Das hängt nicht etwa mit fehlender Sponsorenunterstützung zusammen, sondern ist der geplanten Sanierung des Kölner Opernquartiers zusammen. Ab 2015 wird der Opernbrunnen dann in neuem Glanz und vor frisch sanierter Kulisse wieder Wasser bewegen. Insgesamt habe man schon jetzt viel erreicht, was die Effizienz im Betrieb angeht. Umwälzpumpen sorgen dafür, dass die Wasserrechnung für die Stadt deutlich gesenkt wurde. Rummel schätzt die Einsparungen auf rund 50 Prozent. Dafür begann die Stadt bereits vor rund 15 Jahren mit der ersten Kürzungsrunde bei den städtischen Ausgaben. Damit gehörten die Kölner Brunnen zu den ersten Opfern, die Köln im Zuge der beginnenden, kommunalen Finanzkrise zum Opfer fielen.
Eine Liste mit den Kölner Brunnen, sortiert nach Stadtbezirken, finden sie auf den städtischen Internetseiten unter: www.stadt-koeln.de

























