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27. 05. 2012
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Unternehmens-Service gibt sich gute Noten


20.04.2009 21:23 von:

Schlagwörter: Köln,Wirtschaftsausschuss,Servicestelle,Unternehmensservice,Wirtschaftsförderung

Mit 3174 bearbeiteten Anliegen konnte die Servicestellen im technischen Rathaus auch im vergangenen Jahr die Zahl der Serviceleistungen weiter steigern. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr war jedoch mit gerade einmal 37 zusätzlichen Anliegen relativ gering. Viel wichtiger war den Verantwortliche allerdings die Feststellung, dass diese Abteilung wie kaum eine zweite den Servicegedanken einer Stadtverwaltung transportieren will. Bereits mehrfach wurde das auch von Untersuchungen unabhängiger Forschungseinrichtungen bestätigt, Köln erzielte in diesen Ranking regelmäßig Bestnoten. Im Gegensatz zu anderen Servicestellen anderer Städte sehen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunächst einmal als "Fürsprecher" der Wirtschaft innerhalb der Stadtverwaltung. Vor allem bei An- oder Umsiedlungen auf Kölner Stadtgebiet übernimmt die Servicestelle die teilweise schwierigen Verhandlungen mit den unterschiedlichen Dienststellen der Stadtverwaltung und fungiert dabei als "one-stop-agency", auch wenn die Verantwortlichen dieses Begriff nicht so gerne hören. Das Prinzip "One-face-to-the-customer", also ein fester Ansprechpartner für alle Belange der anfragenden Unternehmen. Dafür habe man bereits eine Vielzahl von Dankesschreiben erhalten.

Mehr Präsenz in Netzwerken

Aber nicht nur die Arbeit innerhalb der Stadtverwaltung sei wichtig. Zunehmend habe die Servicestelle auch die eigene Präsenz in den verschiedenen Unternehmens- und Branchennetzwerken verbessert. Hinzukommen regelmäßige Firmenbesuche, die ein Vertrauensverhältnis zwischen den Betreuerinnen und Betreuern der Servicestelle und den Verantwortlichen in den Unternehmen schaffen sollen. Diesem Zweck dienen auch die regelmäßigen Treffen im Rahmen eines so genannten "Unternehmerfrühstück". Für Flächenanfragen hatte die Dienststelle 2008 auch die stadteigene Immobiliendatenbank komplett überarbeitet. Um das entsprechend zu kommunizieren, startete man im vergangenen Jahr die Veranstaltungsreihe "Immobilie mobil". In ersten Rundfahrten zu ausgesuchten Entwicklungsflächen soll den Immobilienfachleuten Potenziale aufzeigen und über den aktuellen Stand verschiedener Gewerbeprojekte informieren. 2009 will man dies fortsetzen, hieß es dazu in der Vorlage weiter.

Neben den externen Aktivitäten stärkte die Servicestelle aber auch die Einbindung in die verwaltungsinternen Planungsprozesse. Durch frühzeitige Beteiligung an den entsprechenden Verfahren sei man eher in der Lage, gegenüber den Fragenstellern aus der Wirtschaft kompetent gegenüber zu treten. Allerdings lassen sich nicht alle Konflikte durch die Abteilung lösen. Insbesondere bei der so genannten "heranrückenden Wohnbebauung" gebe es weiterhin Sollbruchstellen, über die sich viele Unternehmen –vor allem aus der Industrie – noch immer nicht ausreichend bewusst sind. Hier sieht sich die Servicestelle in der Rolle eines Anwalts. Von einem weiteren erklärten Ziel der Stadtverantwortlichen ist man derzeit sogar meilenweit entfernt. Zwar hat der Stadtrat im Rahmen des Gewerbeflächengesamtplans die Vorgabe beschlossen, mindestens 100 Hektar an Gewerbe- und Industrieflächen für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Köln vorzuhalten. Doch derzeit beträgt die verfügbare Fläche für diese Nutzung nicht einmal 50 Hektar, ein neuer Tiefststand, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage einräumen musste. Immer häufiger wurden daher Ansiedlungswünsche an die umliegenden Kommunen verwiesen. Die haben deutlich mehr freie Flächen für ansiedlungswillige Produktionsunternehmen. Gleiches gelte auch für die vielen Anfragen, die von der Landesbehörde NRW.Invest nach Köln weitergeleitet werden. Gerade wenn größere Industrie- und Gewerbeflächen angefragt werden, können diese Wünsche häufig nicht bedient werden. Eine entsprechend großzügigere Vorhaltung geeigneter Flächen ist eine Dauerforderung des Kölner Branchenforums Industrie. Auch das Kölner Amt für Wirtschaftsförderung hatte im Rahmen von Dringlichkeitsmeldungen in der Vergangenheit immer wieder auf dieses Problem aufmerksam gemacht, bislang allerdings ohne Erfolg.







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