27. 05. 2012
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4. Deutsch-Niederländisches Wirtschaftsforum in Rotterdam
Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters ist am heutigen Mittwoch auf Dienstreise gefahren. Ziel des SPD-Politikers ist das vierte Deutsch-Niederländische Wirtschaftsforum, das am heutigen Mittwoch in Kölns Partnerstadt Rotterdam stattfindet. Roters wird dabei über "Herausforderungen und Chancen der Unternehmerstadt der Zukunft" reden. Sein Rotterdamer Amtskollege Ahmed Aboutaleb hat turnusgemäß in das Rotterdamer Rathaus eingeladen. Zu dem Forum werden Unternehmerinnen und Unternehmer, Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft sowie der niederländische Generalkonsul Dr. Henk Voskamp und Jean Möhring, niederländischer Honorarkonsul, erwartet. Roters betonte im Vorfeld seiner Rede die erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsforums, das sich zu einem "bedeutenden Element" der Partnerschaft zwischen Rotterdam und Köln entwickelt hat. Für die Zukunft der Unternehmen in den beteiligten Städten sieht Roters viele gemeinsame Herausforderungen. "Städte sind der Motor für Innovationen, Wissenschaft, Wirtschaft und soziale Weiterentwicklung – und damit ist die Vitalität einer Stadt für die Entwicklung von Unternehmen in hohem Maße entscheidend", so Roters.
Neben den harten Standortfaktoren für so zentrale Logistikstandorte wie Rotterdam oder Köln ("Drehscheibe Westeuropas") und der wirtschaftlichen Vielfalt stellten gerade auch das Kultur-, Bildungs-, Freizeitangebot und der Lebensstil einer Stadt wesentliche Elemente für die Unternehmen dar. Kultur, Sport, Bildung und Kunst seien sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Unternehmen von größter Bedeutung, auch wenn sie bei einer Standortentscheidung nicht alleine die wichtigsten sind. Aufgabe der Städte werde es sein, auch in der Zukunft ihren Bürgern und Unternehmen einen hervorragenden Service zu bieten. Dazu bedürfe es der Transparenz, Effektivität und Nachhaltigkeit im öffentlichen Handeln. Die unternehmensfreundliche Stadt der Zukunft müsse sich strategisch ausrichten und alle ihre Ressourcen in einer sehr effizienten Weise nutzen und optimieren. Hindernisse für Investitionen müssten beseitigt und die enge Zusammenarbeit der Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gefördert werden zugunsten des besseren Technologie-Transfers. Die Menschen wählten ihren Standort nach sicheren Arbeitsmöglichkeiten aus, betont das Stadtoberhaupt. Die moderne Stadtverwaltung der Zukunft müsse strategisch, transparent und nachhaltig wirken. Transparenz der politischen und administrativen Prozesse, eine multikulturelle und vielschichtige Gesellschaft, ein breites Angebot an Bildungs- und Kultureinrichtungen seien, so der Kölner Oberbürgermeister weiter, elementar für einen attraktiven Wirtschaftsstandort der Zukunft.
Das Deutsch-Niederländische Wirtschaftsforum wurde 2006 von den Städten Köln und Rotterdam gemeinsam mit der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft gegründet. Bei diesem Symposium tauschen sich niederländische und deutsche Unternehmen über die aktuellen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft aus und informieren sich über den jeweils anderen Standort und seine Rahmenbedingungen. Seit seiner Gründung zieht das Wirtschaftsforum jährlich 300 bis 400 Unternehmen an. Unter anderem beteiligen sich: Allianz, Deutsche Bank, Deutz AG, Handwerkskammer, HDI Gerling, Siemens, Strabag AG und Universität zu Köln. Das letzte Forum fand in Köln im Gürzenich zum Thema "Logistik" statt.

























